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Tag der offenen Tür am 18. August 2019

 

Anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Wasserwerkes Grumsmühlen lädt der Wasserverband Lingener Land am Sonntag, 18. August 2019 von 13:00 bis 18:00 Uhr, alle Bürger zu einem Tag der offenen Tür nach Langen ein. Neben einer Besichtigung des Wasserwerkes wird eine Planwagenfahrt durch das Wassergewinnungsgebiet angeboten. Weiterhin präsentieren sich verschiedene Gruppen und Vereine, wie zum Beispiel: die Landwirtschaft, die Jägerschaft, der Fischereiverein 1888 Lingen, der Imkerverein Lingen und der Naturschutz-bund (NABU).

 

 

Kaffee und Kuchen werden vom Heimatverein Langen angeboten. „Wir möchten den Bürgern zeigen was alles getan wird, um Trinkwasser in ausreichender Menge vor-zuhalten und in guter Qualität zu liefern. Ferner möchten wir zeigen, wie die unterschiedlichen Akteure im Wasserschutzgebiet Grumsmühlen zusammenarbeiten“, so Reinhold Gels Geschäftsführer des Wasserverbandes Lingener Land.

 

Im Herbst 1966 konnte der Wasserverband in der Nähe des Gutes Grumsmühlen ein Grund-stück mit einem alten Heuerhaus erwerben. Auf diesem Grundstück sollte ein neues Was-serwerk für die öffentliche Trinkwasserversorgung im damaligen Landkreis Lingen entstehen. Am 01. Februar 1969 ging schließlich das Wasserwerk Grumsmühlen mit zwei Brunnen und einer Aufbereitungsleistung von 250 Kubikmetern pro Stunde in Betrieb. Bereits Mitte der 1970er Jahre erfolgte eine Erweiterung auf 750 Kubikmetern pro Stunde. 2005 bis 2010 wurde das Wasserwerk umfassend saniert und um eine Filteranlage erweitert. Eine nochmalige Erweiterung erfolgte 2017/18.

 

Das Wasserwerk Grumsmühlen verfügt heute über eine Aufbereitungsleistung von 1.200 Kubikmetern pro Stunde

 

Die Wassergewinnung erfolgt aus 8 Brunnen mit Tiefen von 50 bis 100 Metern. Das geförderte Grundwasser ist vorrangig mit Eisen, Mangan und überschüssiger Kohlensäure angereichert, die im Aufbereitungsprozess entfernt werden. Hierfür stehen 4 Filterstraßen mit 12 Filterkesseln zur Verfügung. Anschließend wird das Wasser in das etwa 1.400 Kilometer lange Leitungsnetz zu den Kunden gepumpt oder es gelangt zunächst in die Wasserspeicher auf dem Windmühlenberg.

 

Das abgegebene Trinkwasser hat eine sehr gute Qualität

 

Um diese Qualität zu sichern, ist ein vorbeugender Grundwasserschutz unumgänglich. So wurde das Wassergewinnungsgebiet Grumsmühlen als Wasserschutzgebiet ausgewiesen. Durch die dazugehörige Schutzgebietsverordnung sind bestimmte wassergefährdende Handlungen verboten oder werden durch Auflagen eingeschränkt. Ein gewisses Gefährdungspotential stellt die intensive Land-wirtschaft mit der anfallenden Gülle dar. Die Fläche des Wasserschutzgebietes Grumsmühlen beträgt rund 3.200 Hektar, wovon 2.000 Hektar landwirtschaftlich genutzt werden. Um dieses Risiko zu minimieren, besteht seit vielen Jahren eine erfolgreiche Kooperation zwischen der Landwirtschaft und Wasserwirtschaft.

 

Im Nahbereich der Förderbrunnen konnte der Verband die landwirtschaftlich intensiv genutzten Ackerflächen kaufen. Anschließend wurden diese begrünt oder aufgeforstet. Hier ist im Laufe der Zeit eine Naturlandschaft mit einer Flächengröße von rund 100 Hektar entstanden. Auf den Grünflächen ist nur noch eine grundwasserschonende extensive Landwirtschaft möglich.

 

Allgemein

 

Die öffentliche Wasserversorgung ist eine kommunale Pflichtaufgabe zur Daseinsvorsorge. Die Verfügbarkeit von sauberem Trinkwasser zu jeder Zeit ist die Lebensgrundlage unserer heutigen Gesellschaft, aber auch Standortfaktor für die Kommunen. Die Kommunen im südlichen Emsland haben sich zur Erfüllung dieser Aufgabe zusammengeschlossen und den Wasserverband Lingener Land gegründet. Der Wasserverband versorgt die Samtgemeinden Lengerich, Freren, Spelle, die Gemeinde Emsbüren ohne Ahlde und die Ortsteile der Stadt Lingen mit Trink- und Brauchwasser. Insgesamt werden rund 73.000 Einwohner mit den sozialen, gewerblichen, landwirtschaftlichen und industriellen Einrichtungen versorgt.