Advertisements
Im Gespräch mit Josef Gattermayer (co-founder of Ackee and CEO of German Branch) (Foto: Jan Hromadko)

Kennt sich mit Apps aus: Josef Gattermayer (co-founder of Ackee and CEO of German Branch) (Foto: Jan Hromadko)

Im Emsland sitzen sieben der top 100 Unternehmen Deutschlands, darunter die Krone Gruppe, Sonae Arauco Deutschland oder Nordland Papier. Überall wird die Digitalisierung vorangetrieben. Da denkt man auch an mobile Apps.

Wir sprechen mit Dr. Josef Gattermayer (Chief Information Officer und Co-Founder von Ackee) über den richtigen Zeitpunkt und gute Gründe sich als Unternehmen eine App zuzulegen. Ackee erstellt sowohl mobile als auch Web-Apps für Kunden wie Delivery Hero, Skoda Auto, T-Mobile, Ethereum Foundation und arbeitet gerade an der neuen App für den deutschen Bundestag. Das Tech-Haus mit Sitz in Prag verfügt seit 2016 auch über eine Niederlassung in Berlin.

Was kann man mit einer App erreichen?

Apps können maßgeblich zum Unternehmenserfolg beitragen. Dabei kommt es auf die Zielgruppe an. Große Unternehmen haben oft Apps im Einsatz, die Geschäftsabläufe effizient digitalisieren.

Apps für Kunden bringen eine bessere Kundenbindung. Sobald der User die gut gemachte App installiert hat, ist es für ihn/sie wesentlich einfacher die App zu nutzen als eine mobile (Wettbewerber-)Website.
Wir haben für den tschechischen Ableger von Delivery Hero (Lieferheld) an drei Apps gearbeitet: der App für die Kuriere, der App für die Restaurants und der App für die Kunden. Sämtliche Geschäftsprozesse sind mittels dieser Apps perfekt aufeinander abgestimmt und steigern dadurch die Effizienz. Sie bewirken kürzere Lieferzeiten, also besseren Service für die Kunden und dadurch eine bessere User Experience, die sich in einer höheren Kundentreue ausdrückt.

Wann ist ein guter Zeitpunkt für eine App?

Das hängt vor allem von der Strategie des Unternehmens ab. Während man früher eine mobile App einführte, wenn die Web App den Anforderungen der User nicht mehr gerecht wurde, gibt es heute einen Trend zu “mobile first”.

Mehr und mehr Traffic läuft über Smartphones und Tablets, insofern kann es sinnvoll sein, zuerst eine mobile App zu entwickeln und später dann eine für das Desktop.
Wenn diese Entscheidung getroffen ist, geht es los mit der Planung. Heutzutage entwickelt man erfolgreiche Projekte agil. Das bedeutet, es gibt kein festes Lieferdatum. Dafür gibt es Prototypen, die schrittweise weiterentwickelt und zwischendurch von den Usern getestet werden. So haben Unternehmen am Ende eine App am Markt, die tatsächlich zielgruppengerecht ist und funktioniert. Die erste Version gibt es in der Regel innerhalb von drei Monaten. Unternehmen sollten also bei der Planung berücksichtigen, dass die App Entwicklung eine Weile dauert.

Was ist das Ziel der App?

Das Ziel der App sollte nicht sein, die Firmenwebsite aufs Smartphone zu übertragen. Im Gegenteil, Unternehmen sollten sich genau überlegen, welches eine konkrete Problem die App für ihre Zielgruppe lösen soll. Eine gute App ist kein Multifunktionswerkzeug, sondern exakt das richtige Werkzeug für eine konkrete Anwendung. Nur dann ist sie für die User attraktiv, leicht verständlich – und am Ende erfolgreich. Wir sind selbst Product Owner mit unseren App4Fest und App4Event und haben dadurch das Thema auch aus Kundensicht ausgiebig erforscht.

Für alle, die eine App planen, stellen wir übrigens kostenlos ein White Paper zur Verfügung: “Vom Briefing bis zum Launch – Was Unternehmen bei der App-Entwicklung beachten sollten”.