Kunst trifft technische Kompetenz (Foto: OTG Gonau)

Kunst trifft technische Kompetenz: Fata Morgana Teahouse (Foto: OTG Gonau)

OTG elektropoliert das „Fata Morgana Teahouse“ für die University of Cambridge

Gronau. Oberflächentechnik Gronau (OTG) bearbeitete für die Künstler Wolfgang Winter und Berthold Hörbelt die Edelstahlelemente des „Fata Morgana Teahouse“. Das Frankfurter Duo schuf den zweistöckigen Pavillon mit 14 Quadratmetern Grundfläche im Auftrag der renommierten University of Cambridge. Für einen rundum glänzenden Auftritt auf dem Universitätscampus sorgte OTG: Die Spezialisten verliehen dem Kunstobjekt durch das Elektropolieren gleichmäßig glatte, reflektierende und korrosionsbeständige Oberflächen.

200 Elemente in verschiedenen Größen und Formen

200 Elemente ließ das Künstlerduo bei OTG am Standort Gronau zur Elektropolitur anliefern – modifizierte Edelstahlgitter, -bleche und -stäbe mit einem Gesamtgewicht von mehr als 6.800 Kilogramm. Allesamt Bestandteile ihrer skulpturalen Arbeit für die altehrwürdige University of Cambridge. Da das Teahouse aus Elementen in verschiedenen Größen und Formen besteht, ergab sich eine große Bandbreite an Teilen. Viele Elemente sind zudem gebogen – die beiden Kunstschaffenden haben ihr schwungvolles Werk in Form einer gekrümmten Wand konzipiert.

Elektropolitur auf Geometrien und Gitterstruktur abgestimmt

Die Oberflächenspezialisten von OTG mussten bei der Bearbeitung dieses große Teilespektrum berücksichtigen. Geschäftsführer Udo Gensowski: „Ein solcher Auftrag erfordert Maßarbeit – wir haben das Elektropolieren gezielt auf die unterschiedlichen Geometrien und Gittergrößen abgestimmt. Bei einer Stabstruktur ist es zudem entscheidend, dass die Bearbeitung auch nach innen wirkt. Geschweißte Nähte erfordern ebenfalls besonderes Augenmerk, da sie naturgemäß sehr korrosionsanfällig sind.“

Gleichmäßiges Finish ermöglicht starke Reflexionen

Die beiden Künstler, für die das Unternehmen bereits ein früheres Werk bearbeitet hatte, erwarteten von der Elektropolitur ein möglichst glattes und gleichmäßiges Finish. „Wir brauchten eine sehr hohe Reflexion. Damit unser Pavillon sowohl die umliegende Landschaft als auch die Besucher vor dem Objekt in der Landschaft widerspiegelt“, unterstreicht Berthold Hörbelt. Das ist gelungen – mittlerweile präsentiert sich das faszinierende Fata Morgana Teahouse als Glanzstück auf dem Universitätsgelände.

Elektropolieren: Überwiegend Auftraggeber aus der Industrie

Für die Oberflächenspezialisten OTG am Standort Gronau gehört das Elektropolieren zum Alltagsgeschäft – allerdings seltener für den Kunstbereich. Normalerweise kommen die Auftraggeber aus der Industrie – z. B. aus der Automotivebranche, aus Maschinen-, Apparate- und Schiffsbau, aus Schwimmbad- und Medizintechnik. Oder aus der Baubranche – für Gebäude bearbeiten die Spezialisten u. a. Geländer und Fassadenteile.