Ein Milchviehbetrieb muss auch auf die Wirtschafltlichkeit achten. (Foto:<a href="https://pixabay.com/users/Ehrecke/">Ehrecke</a> / Pixabay)

Ein Milchviehbetrieb muss auch auf die Wirtschafltlichkeit achten. (Foto:Ehrecke / Pixabay)

Rhede. Auch im Emsland spielt nicht nur der Milchviehbetrieb, sondern natürlich auch dessen Wirtschaftlichkeit eine tragende Rolle. Auch wenn die grasende Kuh auf der Milchverpackung eine durchaus romantische Vorstellung beflügelt, gilt es für die Bauern der Region doch immer, den Spagat zwischen Tierwohl und einem höheren Ertrag zu bewältigen. Oder anders: fallende Milchpreise zwingen die Betroffenen, ihre Kosten zu senken bzw. mehr zu produzieren, so dass der Gewinn am Ende des Jahres den Erwartungen entspricht.

Die besondere Herausforderung besteht dann darin, die Milchleistung zu erhöhen und selbstverständlich auch den Auflagen gerecht zu werden.

Viele kleinere Milchbetriebe stehen vor großen Herausforderungen

Nicht nur im Emsland zeigt sich jedoch, dass es vor allem die kleinen Milchbetriebe sind, die einem hohen Risiko ausgesetzt sind. Oft können sie mit „den Großen“ nicht mithalten und stehen vor der Entscheidung: „Schließen oder expandieren?“.

Besonders interessant ist hierbei auch ein Blick auf die Statistik. Denn: Laut offiziellen Angaben auf daserste.de produzierte eine Kuh im Jahre 1960 noch circa 4.000 Liter Milch. Heute sind 10.000 Liter (und mehr) keine Seltenheit. Es geht oft darum, ökologischer zu wirtschaften.

Doch was bedeutet das für das Milchvieh? Immerhin ist die Milchproduktion auch von dessen Gesundheit abhängig. Und: damit die besagten Massen an Milch produziert werden können, braucht es eben nicht nur das Gras von der Wiese, sondern auch Kraftfutter, eine akribische Planung und -nicht selten- Fließbandarbeit.

Die wahren „Helden“ der Branche? Ja, sie gibt es sicherlich immer noch: die Betriebe, die es schaffen, eine „gesunde Produktion“ auf vielen Ebenen zu gewährleisten und Partner zu finden, denen es das Tierwohl wert ist, ein wenig mehr zu zahlen. Wie so oft liegt es in den Händen der Verbraucher, wie viel sie zahlen möchten, um sich ihre Milch, ihren Joghurt und Käse mit gutem Gewissen schmecken zu lassen.