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Patrice_Audet / Pixabay

Über kaum einen anderen Bereich der Kinder- und Jugendmedizin wurde im Laufe der letzten Jahre so stark diskutiert wie über ADHS und die Frage danach, ob es sich hierbei nicht auch einfach um eine besondere Lebhaftigkeit handeln könnte. Besonders erschreckend in diesem Zusammenhang: Kindern, denen ADHS diagnostiziert wird, werden in vielen Fällen mit Ritalin behandelt. Die Pharmaindustrie setzt mit den jeweiligen Medikamenten Milliarden um. Doch wie sinnvoll ist die Behandlung eigentlich?

Wird Ritalin zu schnell verschrieben bzw. handelt es sich bei ADHS um eine Art „ausgedachte Krankheit“, die viel zu rasch zur Diagnose wird? Gerade für letztere Annahme spricht die Tatsache, dass das Krankheitsbild in den 90er Jahren -gerade auch im Vergleich zur Zeit davor- in den Krankenakten vermerkt wurde. Zufall?

Aktuelle Studien unterstreichen: ADHS könnte kein Krankheitsbild sein!

Laut Medizin soll ADHS genetisch bedingt auftreten. Aktuelle Studien sprechen jedoch dafür, dass das Phänomen aus unterschiedlichen Gründen auftreten kann. Sowohl familiäre Gründe als auch ein ausgeprägteres Temperament könnten beispielsweise eine Rolle spielen.

Leider scheint die Diagnose „ADHS“, welches auch als das „Zappel-Philipp-Syndrom“ gehandelt wird, heute auch nicht mehr „nur“ von Ärzten, sondern auch (zumindest im ersten Schritt) von Erziehern gestellt zu werden.

Das Gefährliche: bei Ritalin handelt es sich keineswegs um eine Art „Vitaminpille“, sondern um ein Medikament, welches die Bereiche „Bewegung“ und „Aufmerksamkeit“ im Gehirn steuert. Und: niemand weiß um die langfristigen Folgen einer regelmäßigen Einnahme. Weiterhin leiden schon jetzt viele Kinder unter den Nebenwirkungen.

Wahrscheinlich wird es noch Jahre dauern, bis die Wissenschaft hier eindeutige Ergebnisse liefern kann. Fest steht jedoch auch: die Jahre der Kindheit können durchaus herausfordernd, verwirrend und natürlich auch aufregend sein. Dementsprechend wäre es sicherlich sinnvoll, die Eigenheiten eines jeden Kindes zu erkennen (und zu schätzen) ohne diese mit einem Krankheitsbild in Verbindung zu bringen, welches für andere Generationen (vielleicht zurecht?) noch keine Rolle spielte.