fbpx
Ungelöste Unternehmensnachfolgen im Emsland bedrohen Wirtschaftskraft

Ungelöste Unternehmensnachfolgen im Emsland bedrohen Wirtschaftskraft

Erfolgreiche Familienunternehmen, volle Auftragsbücher und gut ausgelastete Gewerbegebiete prägen die Wirtschaftsentwicklung im Nordwesten. Diese Erfolgsgeschichte ist jedoch durch eine zunehmende Zahl ungeklärter Unternehmensnachfolgen im Emsland bedroht.

„Die Engpässe bei der Übergabe von Unternehmen spitzen sich dramatisch zu“, heißt es im aktuellen Report des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) zu den Trends der Unternehmensnachfolge in Deutschland. Die Studie warnt eindrücklich: „Allmählich entsteht ein gravierendes Problem für den Standort Deutschland.“ Dies gilt insbesondere für ländliche Regionen.

Stark wachsende Zahl von Unternehmensnachfolgen im Emsland

Von den rund 2.000 emsländischen Familienunternehmen mit einem Umsatz zwischen 250.000 und 5 Millionen Euro stehen heute bereits mehr als 40% vor der Nachfolgefrage. Dies ist ein Ergebnis der bundesweit von KERN – Die Nachfolgespezialisten durchgeführten Regionalstudie zur Unternehmensnachfolge. Im schlimmsten Fall steigt dieser Anteil in fünf Jahren auf rund 63%. Anders gesagt: Mehr als 1.200 Mittelständler stehen dann vor einem existenziellen Problem. Gerade deshalb dürften sich viele emsländische Firmenchefs trotz voller Auftragsbücher bereits heute fragen, wie es mit ihrer Firma weitergeht.

Von dieser Entwicklung sind vor allem Produktions- und Dienstleistungsbetriebe sowie Logistik- und Bauunternehmen betroffen. Denn gerade vor dem Hintergrund der sich abzeichnenden wirtschaftlichen Abkühlung dürften sich viele ältere Firmenchefs mit ihrem unternehmerischen Erbe  beschäftigen.

Mehr Unternehmensverkäufe in wirtschaftlich schwierigen Zeiten erwartet

Laut DIHK-Studie ist diese Entwicklung von fünf wesentlichen Trends geprägt:

  1. Wirtschaftliche Unsicherheit: Viele Branchen und Märkte stehen vor radikalen Veränderungen. Der Fachkräftemangel, politische Unsicherheiten wie der Brexit und der zunehmende Protektionismus machen eine deutlich Konjunkturabschwächung wahrscheinlich.
  2. Steigende Anzahl von Firmenverkäufen: Laut DIHK gibt es immer weniger familieninterne Unternehmensnachfolger. Für diese Betriebe ist der Firmenverkauf eine Alternative. Kurz gesagt: Die Anzahl von Firmenverkäufen  erhöht sich deutlich. Allerdings sind 43% aller betroffenen Unternehmer noch nicht vorbereitet. Denn viele von ihnen können ihr Lebenswerk emotional noch nicht loslassen.
  3. Unrealistische Preiserwartungen: Mehr als 40% aller Firmenchefs erwarten laut DIHK-Studie einen überhöhten Verkaufspreis. Die Investition in eine fundierte Unternehmensbewertung erhöht die Erfolgswahrscheinlichkeit eines Firmenverkaufs deutlich.
  4. Deutlich sichtbarer Unternehmermangel: Der Wettbewerb um Nachfolger wird in vielen Branchen härter. Neben Hotel und Gastronomie sind insbesondere der Handel, das Handwerk und viele Dienstleistungsunternehmen vom Nachfolgermangel betroffen. Unternehmenskäufer wählen schon heute aus einer Vielzahl von Verkaufsangeboten.
  5. Vielfältige Chancen für Unternehmensnachfolger: Im Gegensatz dazu bietet diese Entwicklung für Unternehmensnachfolger und Familienunternehmen eine Vielzahl attraktiver Chancen. So suchen gut aufgestellte Familienbetriebe Wachstumsmöglichkeiten in der eigenen Branche. Existenzgründer hingegen reduzieren mit einer Firmenübernahme das Risiko der Existenzgründung deutlich und investieren in einen bestehenden Kundenstamm und eine funktionierende Organisation.

Lesen Sie hier die vollständige Analyse des DIHK-Nachfolgereports und erfahren Sie, welche Fragen Sie in Vorbereitung Ihrer Unternehmensnachfolge beantworten sollten.

Was können Unternehmer tun?

Ungelöste Unternehmensnachfolgen sind häufig ein Ergebnis einer ungenügenden Vorbereitung. Für Unternehmensverkäufer lohnt es sich, die folgenden Fragen zu beantworten:

  • Welche Informationen zu meiner Firma interessieren mich als Kaufinteressent?
  • Welchen Preis wäre mir als Kaufinteressent meine Firma wert?
  • Wann möchte ich meine Firma verlassen und wie soll der Ausstieg aussehen?
  • Welche Pläne verfolge ich nach meinem Ausscheiden aus der Firma?

Diese Fragen lassen sich am besten im Rahmen einer intensiven Vorbereitung beantworten, die sowohl die persönliche Lebensplanung des abgebenden Unternehmers als auch die Vorbereitung des Nachfolgeprozesses umfassen.

Einen ersten Überblick über die im Rahmen eines Firmenverkaufs anstehenden Aufgaben gibt zum Beispiel das kostenlose Webinar Unternehmensverkauf ohne Risiko und Wertverlust: Darin wird gezeigt, wie Unternehmer sicher und diskret den richtigen Käufer für Ihr Unternehmen finden. Weiterhin werden die die fünf teuersten Fehler einer Unternehmensnachfolge thematisiert.

Ingo Claus ist Partner von K.E.R.N – Die Nachfolgespezialisten in Osnabrück

Ingo Claus ist Partner von K.E.R.N – Die Nachfolgespezialisten in Osnabrück

Über den Autor: Ingo Claus ist Partner von K.E.R.N – Die Nachfolgespezialisten in Osnabrück. Er begleitet Unternehmerfamilien beim Generationswechsel und organisierte erfolgreich Unternehmensverkäufe und Unternehmenszusammenschlüsse in Produktions-, Handwerks- und Dienstleistungsunternehmen, dem Handel sowie der Medien- und Internetwirtschaft.

Kontakt: Ingo Claus, claus@die-nachfolgespezialisten.eu, https://www.die-nachfolgespezialisten.eu/standort/osnabrueck-claus/