Der gewählte Vorstand freut sich auf seine Aufgaben (von links): Jonny Balshüsemann (2. Kassierer), Michaela Braun (2. Schriftführerin), Alois Braun (2. Vorsitzender), Werner Wegener (1. Vorsitzender), Ulrike Scholle (1. Schriftführerin) und Dennis Scholle (1. Kassierer) Foto: Schaustellerverband Nordhorn

Der gewählte Vorstand freut sich auf seine Aufgaben (von links): Jonny Balshüsemann (2. Kassierer), Michaela Braun (2. Schriftführerin), Alois Braun (2. Vorsitzender), Werner Wegener (1. Vorsitzender), Ulrike Scholle (1. Schriftführerin) und Dennis Scholle (1. Kassierer)
Foto: Schaustellerverband Nordhorn

Nordhorn. Werner Wegener aus Ankum bleibt der erste Vorsitzende des Schaustellerverbandes Nordhorn. Das haben die Mitglieder auf der kürzlich abgehaltenen Generalversammlung im Vereinslokal Rammelkamp beschlossen. Mit Wegener an der Spitze wollen sich die Verbandsmitglieder weiterhin für die Förderung und den Erhalt der traditionellen Volksfeste in der Ems-Vechte-Region einsetzen.

Auch Wegeners Stellvertreter Alois Braun aus Nordhorn wurde für eine weitere Amtszeit wiedergewählt. Der ebenfalls aus Nordhorn stammende Dennis Scholle wurde vom zweiten zum ersten Kassierer befördert. Seine Stellvertretung übernimmt Jonny Balshüsemann, der erstmalig im Vorstand vertreten ist. Schriftführerinnen bleiben Ulrike Scholle und Michaela Braun.

Auf der Versammlung ging es auch um die diesjährigen Aufgaben und Herausforderungen für die Schausteller der Region. Neben der Nordhorner Mai- und Herbstkirmes betreuen die Verbandsmitglieder unter anderem auch die traditionell verankerten Volksfeste in Twist und Emsbüren. Zahlreiche Mitglieder sind außerdem auf der Kirmes in Badbergen vertreten. Diese will die Gemeinde aufgeben. Hier wollen die Vedrbandsmitglieder verstärkten Einsatz zeigen, um das Volksfest zu erhalten. „Wenn eine Veranstaltung einmal weg ist, kommt sie nicht wieder und die Gemeinde verliert einen wichtigen Teil ihrer Identität“, kommentierte Wegener die Situation. Jedes Volksfest, das abgeschafft werde, bedeute nicht nur weniger Einnahmemöglichkeiten für die Familienunternehmen der Schausteller: „Den Städten und Gemeinden gehen dabei auch wichtige Standortfaktoren wie Tradition, Kultur, Freizeitangebot und Gemeinschaftsgefühl verloren“, so Wegener.

Auf der Generalversammlung wählten die Mitglieder auch die vierköpfige Delegation für den Delegiertentag des Deutschen Schaustellerbundes in Essen. Unter dem Motto „Einigkeit macht stark“ kamen Ende Januar in der Grugahalle rund 400 Delegierte sowie hunderte weitere Schausteller zum weltweit größten Schaustellertreffen zusammen. Zu den Ehrengästen zählten unter anderem die SPD-Bundesvorsitzende Andrea Nahles sowie Bundesarbeitsminister Hubertus Heil. Wichtigstes Thema der Tagung war der Arbeitskräftemangel. Er bedroht die Schaustellerbranche ebenso, wie viele andere Wirtschaftszweige. Wegener sprach sich auf der Tagung für den Erhalt der Volksfeste in den kleineren Kommunen aus. Parallel zum Delegiertentag fand in den Essener Messehallen mit der „Interschau“ die größte Fachmesse für das Schaustellergewerbe statt.


Bildunterschrift: Der gewählte Vorstand freut sich auf seine Aufgaben (von links): Jonny Balshüsemann (2. Kassierer), Michaela Braun (2. Schriftführerin), Alois Braun (2. Vorsitzender), Werner Wegener (1. Vorsitzender), Ulrike Scholle (1. Schriftführerin) und Dennis Scholle (1. Kassierer)
Foto: Schaustellerverband Nordhorn, zur Verwendung freigegeben.