Theaterthriller „Blackout“ führt Gefahren der vernetzten Welt vor Augen

Nordhorn. Was tun wir, wenn der Ausfall kommt, alle Lichter ausgehen, Fernseher, Radios, Computer stumm bleiben? Nichts geht mehr. Wären wir vorbereitet? Diese Fragen stellt Autor Marc Elsberg in seinem Bestseller „Blackout“, den das Westfälische Landestheater am Montag, den 9. Dezember 2019 um 20 Uhr als spannende Theateradaption auf die Bühne des Nordhorner Konzert- und Theatersaals bringt.

 

Szenenfoto © Volker Beushausen

 

Zuerst wird es dunkel.

 

U-Bahnen bleiben stecken, digitale Anzeigen verlöschen, Bahnhöfe und Flughäfen stehen still. Es gibt keine Möglichkeit, Informationen zu erhalten. Sehr bald werden die Lebensmittel knapp. Durch einen Terroranschlag auf das europäische Stromnetz wird eine Kettenreaktion ausgelöst, die dazu führt, dass das gesellschaftliche Leben innerhalb kürzester Zeit zusammenbricht. Während die Regierungen in Brüssel und den Hauptstädten versuchen, die Kontrolle zurück zu erlangen, breitet sich in der Bevölkerung Panik aus.

 

Es kommt zu Plünderungen, zu Unruhen, der Kampf ums Überleben eskaliert. Der Informatiker Piero Manzano ist zunächst der einzige, der einen Hackerangriff vermutet. Doch als er es endlich schafft, zu den Behörden durchzudringen, tauchen in seinem Computer merkwürdige E-Mails auf, die den Verdacht auf ihn lenken und ihn zum Gejagten machen.

 

Europa ohne Strom – zwei Wochen lang.

 

Der österreichische Schriftsteller Marc Elsberg veröffentlichte 2012 seinen Katastrophen-Thriller „Blackout“, in dem er genau dieses Szenario des totalen Ausfalls und seine Folgen für die Menschen beängstigend realistisch beschreibt. Das Buch wurde nicht nur ein Bestseller, sondern auch von Kritikern hochgelobt und mehrfach ausgezeichnet, unter anderem als „Wissensbuch des Jahres 2012“.

 

Diesen hochspannenden Inhalt auch auf die Bühne zu bringen, gelingt dem renommierten „Westfälischen Landestheater“ auf eindringliche Weise. Das Publikum wird hautnah mit den fatalen Auswirkungen des totalen Stromausfalls konfrontiert. Der Krimi-erprobte Regisseur Thomas Tiberius Meikl stellt die existenziellen Frage aus den Roman in den Mittelpunkt seiner Inszenierung: Wie geht es den Menschen ohne Strom? Was müssen sie tun, um ihr Überleben zu sichern? Gleichzeitig lässt er sein Ensemble aber auch nach den Tätern des Angriffs suchen und schafft so eine spannende Jagd in bester Krimi-Manier.

 

Durch perfekt in die Handlung integrierte Hörspielelemente und Projektionen wird dabei eine beklemmende und post-apokalyptische Stimmung erzeugt, die für Nervenkitzel sorgt. Auf Leinwänden gefilmte Augenzeugenberichte sorgen für die erzählerische Klammer der Handlung. Die Inszenierung mit eindrucksvoller Bühnenausstattung aus Aluminium-Gerüsten verlangt dem Ensemble auch physische Fitness ab.

 

So erwartet das Publikum ein spannender Thriller-Abend, der gleichzeitig für die wichtigen Themen Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung sensibilisiert. Ein Theatererlebnis wie es zeitgemäßer, vorstellbarer und auch beängstigender kaum sein kann, weil es deutlich macht, in welchen Abhängigkeiten und Anfälligkeiten unser Alltag funktioniert.

 

Eintritt:

ab 17,00 Euro (Abendkassen-Zuschlag 2 Euro)

Preisnachlass bei Vorlage der GN-Service-Card

 

Karten-Vorverkauf in Nordhorn:

online unter www.gn-online.de (Lesershop – Ticketshop) sowie im GN-Verlagshaus, Coesfelder Hof 2

VVV Nordhorn mit Info-Tel. (05921) 8 03 90

Georgies CD und LP Laden mit Info-Tel. (05921) 29 30
sowie bei allen weiteren ProTicket-Vorverkaufsstellen in Nordhorn und bundesweit

 

Karten-Vorverkauf per Telefon und Internet:

ProTicket Hotline (0231) 9172290

und unter www.proticket.de

Veranstalter:

Kulturreferat der Stadt Nordhorn, Telefon (05921) 878 111