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Elektro Radtke gewinnt Auszubildenden über berufsorientierende Maßnahme an der Heinrich-Middendorf-Oberschule

Neulehe. Wenn bei Hannes Höller aus Aschendorf morgens der Wecker klingelt, freut er sich schon auf den bevorstehenden Tag. Der 17-Jährige absolviert gerade seine Ausbildung zum Kaufmann für Büromanagement bei Radtke Elektro in Neulehe. Die ca. 10 Kilometer seien mit dem Roller gut zu schaffen, so Hannes, der sich momentan in seinem ersten Ausbildungsjahr bei dem Unternehmen befindet.

 

Als Auszubildender lernt Hannes Höller von Martina Radtke das Einbuchen von Lieferscheinen und den Umgang mit Rechnungen.

 

Berufsorientierungstage als Entscheidungshilfe

 

Dass er im Büro arbeiten wollte, wusste er schon lange. Im Rahmen des Berufsorientierungstages an der Heinrich-Middendorf-Oberschule lernte er im letzten Jahr das Unternehmen Elektro Radtke kennen. „Elektro war für mich schon immer interessant, daher habe ich mich dazu entschieden, am Berufsorientierungstag das Unternehmen Radtke zu besuchen“, so der 17-Jährige. Der Berufsorientierungstag wird von der Heinrich-Middendorf-Oberschule gemeinsam mit dem Wirtschaftsverband Emsland organisiert und im Rahmen einer Lernpartnerschaft jährlich im Februar durchgeführt.

 

Es können 8-10 Unternehmen besucht werden

 

Dabei wählen die Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge acht bis zehn ein Unternehmen der Region, das sie für einen Vormittag besuchen. Neben dem Betrieb und den Tätigkeiten lernen die Jugendlichen dabei auch die Ausbildungsberufe und die damit verbundenen Aufgaben praktisch kennen. „Mir hat der Tag nochmal eine Bestätigung gegeben, dass die Arbeit im Büro für mich genau das richtige ist“, meint Hannes. Als es dann um die konkrete Bewerbung ging, habe er direkt an das Unternehmen Elektro Radtke gedacht und sich dort um einen Ausbildungsplatz beworben. Eine gute Entscheidung, wie sich später herausstellte.

 

Jan Behrens (Bürokaufmann) erklärt Hannes Höller, welche Teile im Lager wofür genutzt werden.

 

Elektro Radtke mit Sitz in Neulehe ist im Bereich Energie- und Gebäudetechnik tätig und kümmert sich um Elektroinstallationen, Steuerungsbau, Haushaltsgeräte, Telefonanlagen und Automatisierungstechnik. Der Betrieb mit seinen 30 Mitarbeitern stellt pro Jahr 2-3 Auszubildende in verschiedenen Bereichen ein.

„Mir gefällt besonders der familiäre Umgang miteinander, das Arbeitsklima und die Größe des Unternehmens. Man kennt sich gegenseitig und hilft sich, wenn etwas nicht funktioniert“, erzählt Hannes. Die Ausbildung sei genau das, was er sich vorgestellt habe. Dass er das Unternehmen und den Beruf vorher einmal im Rahmen des Berufsorientierungstages kennenlernen konnte, hält er für sinnvoll. „Ich habe dadurch Einblicke in die Arbeit auf dem Büro bekommen und erste Kontakte knüpfen können.“

Auch das Unternehmen erinnerte sich bei der Bewerbung von Hannes an den Schüler, der am Berufsorientierungstag zu Besuch kam. „Wir haben uns sehr über die Bewerbung gefreut und ihn auch schnell zum Vorstellungsgespräch eingeladen“, so Martina Radtke, Mitglied der Geschäftsführung. Zwar sei der Jugendliche erst ein gutes halbes Jahr im Unternehmen, aber bereits ein fester Bestandteil des Teams.

 

Unterstützung bei der Orientierung wichtig

 

„Man sieht an diesem Beispiel sehr deutlich, wie wichtig es ist, den Schülerinnen und Schülern eine Unterstützung bei der beruflichen Orientierung zu bieten“, meint Martina Radtke. Um die noch freien Ausbildungsplätze für das Jahr 2020 zu besetzen, werde das Unternehmen auch weiterhin eng mit Schulen zusammenarbeiten und den Kontakt zu den Jugendlichen suchen.

Der Berufsorientierungstag findet im Rahmen einer Lernpartnerschaft zwischen dem Wirtschaftsverband Emsland und der Heinrich-Middendorf-Oberschule in Aschendorf statt. Die Kooperationen zielen darauf ab, Schülerinnen und Schüler mit Unternehmen in der Region mit Unternehmen zu vernetzen, um ihnen Einblicke in die Betriebe und die Tätigkeiten zu ermöglichen. Die Betriebe können sich so potentiellen Auszubildenden vorstellen und ersten Kontakt zu ihnen aufnehmen.

 

Die Lernpartnerschaften sind also eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten

 

Mechtild Weßling, Geschäftsführerin des Wirtschaftsverbandes Emsland, freute sich besonders als sie von der erfolgreichen Zusammenarbeit zwischen der Schule und dem Unternehmen hörte. „Dieses Beispiel zeigt sehr deutlich, dass unsere Lernpartnerschaften funktionieren und die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Schulen zukunftsweisend und sinnvoll ist“.