Vom Vechtesee zum Bodensee Insel Mainau

Die Auszubildende Hilke Stevens (zweite von links) mit Gärtnermeister und Ausbilder Heinz Jülicher (rechts) und weiteren Kolleginnen und Kollegen auf der Insel Mainau.

Die Auszubildende Hilke Stevens (zweite von links) mit Gärtnermeister und Ausbilder Heinz Jülicher (rechts) und weiteren Kolleginnen und Kollegen auf der Insel Mainau.

Städtische Auszubildende arbeitete zwei Wochen auf der Insel Mainau

Nordhorn. Im Rahmen eines Azubi-Austauschs arbeitete Hilke Stevens aus Nordhorn diesen Sommer knapp zwei Wochen lang auf der Bodensee-Insel Mainau. Die 21-Jährige absolviert zurzeit bei der Stadt Nordhorn ihre Ausbildung zur Gärtnerin der Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau. Im Rahmen der deutschlandweiten Initiative für Ausbildung, der auch die Stadt Nordhorn angehört, konnte sie nun einige Tage lang am Bodensee statt am Vechtesee arbeiten und viel Neues lernen.

Die beeindruckende Blumen-Wassertreppe auf der Insel Mainau. (Foto: Stevens)

Die beeindruckende Blumen-Wassertreppe auf der Insel Mainau. (Foto: Stevens)

Die Insel Mainau liegt am Rande des Bodensees nahe Konstanz. Die rund 45 ha große Tourismushochburg nennt sich selbst „Blumeninsel“ und wirbt mit ganz besonderen Naturerlebnissen. Dementsprechend umfang- und abwechslungsreich sind die Aufgaben der dort beschäftigten Gärtnerinnen und Gärtner. Ausbilder Heinz Jülicher und seine Kolleginnen und Kollegen pflegen hier unter anderem einen botanischen Garten mit rund 1200 verschiedenen Rosensorten, beeindruckenden Riesenmammutbäumen und einer italienischen Blumen-Wassertreppe. Die Nordhorner Austausch-Auszubildende Stevens packte fleißig mit an und dokumentierte alles für ihren Austauschbericht.

Den Bericht legte sie ihrem Ausbilder Reinhold Schnieders von der Abteilung Grün der Stadt Nordhorn kurz nach ihrer Rückkehr vor. Sie ist die erste Auszubildende der städtischen Gärtnerei, die an einem solchen Austausch teilgenommen hat. Für Schnieders ist das Angebot der Initiative für Ausbildung die ideale Ergänzung zu seinem bisherigen Ausbildungsprogramm: „Die Auszubildenden lernen so Aufgaben kennen, die sich uns in Nordhorn einfach nicht stellen und Pflanzen, die wir hier nicht haben. Sie bringen viele neue Ideen mit und können nach der Mitarbeit in einem anderen Team auch die eigenen Leistungen besser einschätzen“, so Schnieders.

Auch Stevens bewertet ihre Austauscherfahrungen positiv: „Am Bodensee herrscht ja ein ganz anderes Klima und es gibt ganz andere Pflanzen in den Grünanlagen.“ Jetzt im Sommer stünden dort sogar Bananenstauden. Die Gastgebenden Gärtnerinnen und Gärtner hätten gut erklärt, welche Pflegemaßnahmen diese und die vielen weiteren Pflanzen benötigen, die aus Norddeutscher Sicht eher exotisch anmuten. „Dieses Fachwissen aus erster Hand hat meine Ausbildung auf jeden Fall bereichert“, ist sich Stevens sicher.

Die Stadt Nordhorn sucht aktuell Auszubildende für das kommende Jahr. Es werden sechs verschiedene Ausbildungsberufe angeboten. Gesucht werden neben Gärtnerinnen und Gärtnern auch Auszubildende in den Bereichen Allgemeine Verwaltung, KFZ-Mechatronik, Medien und Informationsdienste sowie Veranstaltungskaufleute. Wer sich für eine Ausbildung bei der Stadt Nordhorn interessiert, findet weitere Informationen und Kontaktdaten unter www.nordhorn.de/ausbildung

Weltkatzentag – Wildkatzen im Tierpark Nordhorn

Wildkatzen im Tierpark Nordhorn (Foto: Franz Frieling)

Wildkatzen im Tierpark Nordhorn (Foto: Franz Frieling)

Am 08.08 ist Weltkatzentag! Auch im Tierpark Nordhorn leben Katzen, allerdings keine normalen Hauskatzen, sondern nordpersische Leoparden und europäische Wildkatzen. Letztere sind von den Förderern der Deutschen Wildtierstiftung zum Wildtier des Jahres 2018 gewählt worden.

Wildkatzen waren bis vor einigen Jahren in Deutschland vom Aussterben bedroht. Durch strengen Schutz und verschiedene Wiederansiedelungsprojekte ist ihr Bestand allerdings wieder auf etwa 6000 Tiere gestiegen. Im Tierpark Nordhorn lebt ein Wildkatzenpärchen schräg gegenüber von den Leoparden. Beide Raubkatzenarten sind in der Natur eher dämmerungs- und nachtaktiv. Im Zoo können sie jedoch auch während des Tages, beispielsweise zu den Fütterungen, in Aktion beobachtet werden.

Mit ihrem guten Gehör und ihren unabhängig voneinander in fast alle Richtungen beweglichen Ohren können Wildkatzen ihre Beutetiere auch in dichter Vegetation und Dunkelheit wahrnehmen. Das macht sie zu sehr erfolgreichen Jägern. Fische, Kleinsäuger, Amphibien und Reptilien stehen auf ihrem Speiseplan.

Obwohl unsere Hauskatze der europäischen Wildkatze auf den ersten Blick sehr ähnlich sieht, stammt sie nicht von ihr ab. Wildkatzen sind etwas größer und haben einen dickeren Schwanz mit deutlich abgesetzten Ringen, der stumpf endet. Sie werden bis zu zwölf Jahre alt und wiegen zwei bis sieben Kilo. Wildkatzen sind eher Einzelgänger und bevorzugen naturnahe Wälder und Halboffenlandschaften als Lebensräume. Feinde, besonders für die Jungtiere, sind zum Beispiel Fuchs, Baummarder, Luchs und Uhu. Auch, wenn der Gesamtbestand an Europäischen Wildkatzen angestiegen ist, sind sie weiterhin auf Artenschutzmaßnahmen angewiesen. Im Vordergrund stehen hier die Unterschutzstellung und die Vernetzung geeigneter Lebensräume. Maßnahmen, die auch anderen Tierarten zugutekommen.

Tierpark Nordhorn – Faultier Iggy wurde per Hand aufgezogen

Iggy 3 Monate alt auf seinem Kuscheltier. Zum Größenvergleich mein Schuh (Foto: Heike Weber)

Iggy 3 Monate alt auf seinem Kuscheltier. Zum Größenvergleich mein Schuh (Foto: Heike Weber)

Faultier Iggy wurde per Hand aufgezogen – ein Erfahrungsbericht von Dr. Heike Weber

Noch kuschelt er sich bei Gefahr und zum Schlafen an eines seiner Stofftiere. Die Rede ist von Iggy, dem jüngsten Faultier im Tierpark Nordhorn. Ende Januar kam er zur Welt. Knapp einen Monat lang ging alles gut. Er lag, wie es sich für Faultiere gehört, auf dem Bauch seiner Mutter Gypsy. Diese hat schon viele Jungtiere problemlos aufgezogen, ist also eine erfahrene Mutter. Die Faultiere im Tierpark Nordhorn gehören zu den Zwei-Finger-Faultieren (Choloepus didactylus). Wie der Name sagt, haben sie an den Händen zwei „Finger“, die zu langen Krallen umgewandelt sind. An den Füßen haben sie dagegen 3 dieser langen Krallen, mit denen sie sich an den Stämmen und Ästen entlanghangeln und festhaken können. Immer kopfüber, das heißt mit dem Rücken zum Boden, klettern oder liegen sie im Geäst. So haben die Jungtiere auf dem Bauch der Mutter einen sicheren Platz, fast wie in einer Hängematte. Da die Zitzen brustständig sind, können die Jungen die Milchquelle leicht im Liegen erreichen. Das ist wichtig, denn in den ersten Lebensmonaten sind sie wie alle Säugetiere auf die Muttermilch als Nahrungsquelle angewiesen. Sie knabbern zwar bereits nach wenigen Wochen an Blättern oder fressen das mit, von dem die Mutter abbeißt, aber vorwiegend trinken sie Muttermilch.

Obwohl Gypsy Medikamente bekommen hatte, die die Milchproduktion anregen sollten, reichte es wohl nicht aus. Iggy hatte immer Hunger und kaute gierig auf den Futterstücken herum, die die Tierpfleger ihm reichten. Zu Beginn kann man im Zoo weich gekochte Möhre, Zucchini, Reis oder Ei geben. Avocado wird ebenfalls sehr gerne genommen. Jedoch fiel schnell auf, dass Iggy ab und an Schwierigkeiten beim Kauen hatte. Außerdem begann er Gypsy zu verlassen und auf seinem Vater Sid herum zu klettern. Dieser war aber als Milchquelle natürlich völlig ungeeignet…

Iggy 4,5 Monate alt (Foto: Franz Frieling)

Iggy 4,5 Monate alt (Foto: Franz Frieling)

Nach einem Monat war klar: Iggy konnte nicht von seiner Mutter Gypsy großgezogen werden. Er hatte kaum zugenommen, wog nur um die 500g. Das entspricht fast dem normalen Geburtsgewicht von Zwei-Finger-Faultieren, das bei 350-450g liegt. Da Faultiere recht selten sind, sie im Europäischen Zuchtbuch (ESB) geführt werden und viele Zoos großes Interesse an dieser Tierart haben, wurde von der Ethikkommission des Tierparks beschlossen, Iggy in die Handaufzucht zu nehmen. Ein Verbleib bei seiner Mutter wäre sein Todesurteil gewesen. Schon in der Vergangenheit hatte der Tierpark gute Erfahrungen mit einer Handaufzucht in ähnlicher Notsituation gemacht. Denn wichtigstes Ziel –gerade auch bei Handaufzuchten – ist, dass die Tiere nicht allein auf den Menschen geprägt werden, sondern ein faultiergerechtes Leben führen können.

Zufüttern auf seiner Mutter Gypsy wäre eine noch bessere Option gewesen, lässt sich aber leider nicht sicher regelmäßig durchführen. Denn die Faultiere im Tierpark Nordhorn sind zwar den Menschenkontakt gewöhnt, wenn sie allerdings „keine Lust“ haben, bleiben sie einfach weit oben im Gehege hängen oder kugeln sich ein, so dass man an die Jungtiere nicht herankommt. Außerdem werden die Mütter sehr aggressiv, wenn man ihnen das Jungtier abnehmen will. Und das wäre natürlich nötig gewesen, um Iggy regelmäßig zu wiegen und Kontrolluntersuchungen durchführen zu können.

Iggy`s dicker Bauch, 5,5 Monate alt, Klettertraining (Foto: Heike Weber)

Iggy`s dicker Bauch, 5,5 Monate alt, Klettertraining (Foto: Heike Weber)

Als „Mutterersatz“ bekam Iggy Kuscheltiere und die streichelnden Hände seiner „Ziehmütter“. Er wurde abwechselnd von verschiedenen Tierpflegerinnen und mir, der Zootierärztin, betreut. Zu Beginn bedeutete dies alle 2-3 Stunden füttern, mehrmals am Tag Körperkontakt (durch die Gegend tragen, streicheln) und baden, wenn der Bauch zu dick wurde. Ein dicker Bauch zeigt nämlich an, dass Kot- und Urinabsatz nötig sind. Faultiere haben eine unglaublich große Harnblase. Während Iggy oft alle 3-5 Tage „auf die Toilette“ musste, geschieht dies bei ausgewachsenen Tieren nur ca. einmal pro Woche. Die Faultiere klettern dazu auf den Boden. Jungtiere dagegen kann man mit einem Bad in
warmem Wasser oder auch einer Massage zum Urinieren und Koten anregen. Das ist bei Handaufzuchten wichtig, denn sonst bekommen die Tiere leicht eine Verstopfung, die tödlich enden kann.

Da Faultiere vorwiegend Blattfresser sind, funktioniert ihr Magen wie eine kleine Gärkammer. Es braucht sehr lange, bis das Futter aufgespalten und verdaut ist. Daher haben sie einen langsamen Stoffwechsel und bewegen sich auch nicht viel. Faultiere sind einfach perfekte Energiesparer. Zudem sind sie Dämmerungs- und Nachtaktiv, so dass viele Zoobesucher die grauen Fellknäul gar nicht richtig wahrnehmen, wenn sie tagsüber schlafend in den Astgabeln sitzen. Zu den Fütterungszeiten im Zoo kann man sie aber sehr gut beobachten. Ebenso wie früh morgens oder spät abends, wo das ein oder andere Faultier auch mal im Außengehege herum klettert.

Iggy, der leider die verschiedenen Ersatzmilchsorten gar nicht lecker fand und daher sofort mit gekochtem Gemüse, Reis, Obst, Salat, Ei und Laub gefüttert werden musste, ist mittlerweile auch ein kleiner Kletterkünstler. Aufnahmen der Nachtkamera in seinem Gehege hinter den Kulissen haben das aufgezeichnet. Außerdem nimmt er inzwischen das angebotene Futter selbständig aus der Futterschale. Ebenso die Erde – am liebsten die aufgelockerte Erde aus Maulwurfshügeln, die auch ausgewachsene Faultiere immer wieder fressen. Vermutlich benötigen sie diese für die Verdauung und zur Deckung ihres Mineralstoffbedarfes.

Alle Faultiere, auch Iggy, halten die Futterstücke und Äste übrigens ganz geschickt mit ihren Krallen fest. Das erfordert zu Beginn natürlich Übung und führt auch nicht selten zu totaler Matscherei oder Verlust des Futterstückes, aber irgendwann haben sie den Dreh raus. Erde dagegen graben und schaufeln sie mit den Krallen vor ihr Maul und beißen dann hinein. Beim Kauen knirschen die Sandkörner zwischen den wenigen Zähnen. Denn Faultiere besitzen Zähne, auch wenn sie zur Ordnung der Zahnarmen (Pilosa) gehören. Es sind nicht viele, aber insbesondere die Eckzähne sind beeindruckend und auch nicht ungefährlich. Sie schleifen sich gegenseitig ab und werden so enorm scharf und spitz, wie Dolche.

Auch Iggy hat bereits früh gewusst, seine Eckzähne einzusetzen, wenn ihm irgendwas missfiel. Und schon der Biss eines jungen Faultieres zwickt ganz ordentlich und hinterlässt eindrucksvolle Abdrücke. Je nach Alter des Faultieres kann es dann auch blutig werden und anstelle von Abdrücken hat man Löcher in der Haut. Meist jedoch war Iggy friedlich. Eine einfache Handaufzucht war er dennoch nicht. Das größte Problem: seine Ersatzmilchabneigung. Manchmal konnte man ihn überlisten und gekochte Gemüsestücke in das Milchpulver tunken, so dass er wenigstens etwas davon aufnahm. Denn Milchpulver enthält viel Protein und ist angereichert mit Vitaminen und Mineralien. Aber immer wieder gab es Tage, da fraß Iggy nur sehr mäkelig. Mal mochte er dies nicht, mal das nicht, hatte Probleme beim Kauen und musste zwischenzeitlich auch noch wegen einer Pilzinfektion im Maulbereich behandelt werden. Ein Faultier-Sorgenkind, das zwar sehr langsam, aber zum Glück doch immer stetig wuchs und an Gewicht zu nahm. Allerdings gab es Phasen, da war nicht sicher, ob er es schaffen würde.

Mittlerweile jedoch ist Iggy mit über 6 Monaten in einem Alter, wo Faultierjunge auch schon mal alleine umher klettern und sich langsam von ihrer Mutter „abnabeln“. Nun fehlt noch der letzte Schritt, nämlich die Gewöhnung von Iggy an das Faultiergehege, seine Artgenossen und die anderen Mitbewohner, also die Grünarassaris sowie die Landschildkröten. Deshalb wird er in den nächsten Wochen und Monaten täglich ein paar Stunden im Faultiergehege verbringen. Zunächst noch mit seinen Stofftieren und seinem gewohnten kleinen Transportkäfig als sichere Rückzugsmöglichkeit. Das hat so 2009 mit Wutz auch gut geklappt. Das mittlerweile sehr erfahrene zweite Zuchtweibchen des Tierparks Nordhorn war nämlich ebenfalls per Hand aufgezogen worden. Ihre Mutter Efra verstarb ganz plötzlich als Wutz knapp einen Monat alt war.

Wundern Sie sich somit also nicht, wenn Sie den Transportkäfig und die Stofftiere im Faultiergehege sehen. Suchen sie nach Iggy, einem kleinen, ca. 2kg schweren Faultier, das vielleicht irgendwo zusammengerollt liegt oder hängt und schläft.

Stadt Nordhorn klagt gegen DOC Ochtrup

Gericht (Foto: Pixabay)

Gericht (Foto: Pixabay)

Nach umfangreicher Prüfung hat die Stadt Nordhorn gestern ihre Klage gegen die Erweiterung des DOC Ochtrup eingereicht. Zuvor hatte bereits die Stadt Gronau ihre Klage gegen die Baugenehmigung beim Verwaltungsgericht Münster eingereicht.

Bereits in der Planungsphase hatten sich 21 Kommunen und 3 Landkreise wegen fehlender Regionalverträglichkeit gemeinsam gegen die immensen Erweiterungsabsichten des DOC gewendet. Im Juni wurde dann nach der abgeschlossenen Bauleitplanung und der erteilten Baugenehmigung seitens der betroffenen Kommunen und Landkreise geprüft, ob man sich gegen die Umsetzung des Vorhabens vor Gericht wehren sollte.

Die Umlandkommunen haben nun die Einzelheiten für die gerichtlichen Verfahren abgestimmt. Insbesondere wurde darüber beraten, welche Vorbereitungen für die Prozesse konkret getroffen werden müssen, welche Kommunen einen Normenkontrollantrag gegen den Bebauungsplan stellen und eine Anfechtungsklage gegen die Baugenehmigung erheben sollen. Da die Städte Nordhorn und Gronau aufgrund Ihrer Nähe zu Ochtrup besonders betroffen sind, hat man sich dann nach umfangreicher Beratung dazu entschieden, dass diese Kommunen somit auch den Klageweg bestreiten.

Die Bedenken gegen die massive Erweiterung des DOC von 11.500 auf nunmehr über 19.000 m² Verkaufsfläche sollen vor Gericht vorgetragen werden. Insbesondere wird eine unzureichende Einschätzung der absatzwirtschaftlichen Auswirkungen der DOC-Erweiterung und der städtebaulichen Folgewirkungen für die Innenstädte und Ortszentren im Einzugsbereich kritisiert. Zu bemängeln ist vor allem, dass die anlässlich des Erweiterungsvorhabens erstellte Auswirkungsprognose die Auswirkungen des DOCs unterschätzt und im Übrigen die aktuelle und zukünftige Entwicklung des Onlinehandels nicht ausreichend berücksichtigt. Vor dem Hintergrund, dass Ochtrup als kleineres Mittelzentrum mit dem erweiterten DOC seinen mittelzentralen Versorgungsauftrag massiv überschreitet, sind die Beeinträchtigungen für die Region nicht gerechtfertigt.

„Das Erweiterungsvorhaben ist ein Angriff auf unsere Innenstädte und Ortskerne, die bereits heute vor großen Herausforderungen wie dem Onlinehandel stehen; dagegen müssen wir uns gemeinsam wehren.“, sind sich die Teilnehmer des regionalen Austausches einig.

Brücke an der van-Delden-Straße vor Fertigstellung, Überbau wird eingehoben

Brücke an der van-Delden-Straße

Brücke an der van-Delden-Straße

Die Fertigstellung der Brücke an der „van-Delden-Straße“ steht kurz vor der Fertigstellung. Die Unterkonstruktion der Brücke ist erstellt und am heutigen Mittwoch wurde ab 8.00 Uhr mit den Vorbereitungen zum Einheben der Brücke auf der Baustelle begonnen. Um ca. 8.30 Uhr hing die Brücke dann am sogenannten „Haken“.

Die Freigabe der Brücke wird voraussichtlich in der kommenden Woche erfolgen.

Gratisführung im Hute- und Schneitelwald

Gratisführung im Hute- und Schneitelwald. Foto: Franz Frieling

Gratisführung im Hute- und Schneitelwald. Foto: Franz Frieling

Grafschafter Naturschutzranger führen Interessierte durch den Kulturraum

Nordhorn. Natur erleben und die Heimat von einer ganz anderen Seite kennen lernen; das können Interessierte bei der nächsten Gratisführung im Bentheimer Hute- und Schneitelwald am Sonntag, 05. August 2018. Woher der Name des bedeutenden Kulturraumes kommt und was die Besonderheiten der Flora und Fauna des historischen Waldes sind, erklären die Naturschutzranger des Nordhorner Tierparks auf der etwa zweistündigen Gratisführung. Neben einigen Wildtieren, die mit etwas Glück beobachtet werden können, treffen die Teilnehmer auf 18 Gallowayrinder und sieben Niederländischen Landziegenböcke des Nordhorner Tierparks. Diese erfüllen im Hutewald ihre Aufgabe als echte „Naturschützer“. Auch die Flora im Hutewald ist eine Besonderheit. Interessierte erfahren während der Führung unter anderem mehr zum Vorgang des „Schneitelns“ von Hainbuchen.
Beginnen wird die Führung um 14:30. Treffpunkt ist am Brunnen vor dem Kurhaus (Am Bade 1, Bad Bentheim). Die Teilnahme an den Führungen erfolgt auf eigene Gefahr.