Wochenmarkt am Stadtgraben

Wochenmarkt am Stadtgraben

Wochenmarkt am Stadtgraben

Meppen. Aufgrund des Street Food Festivals an diesem Wochenende findet der samstägliche Wochenmarkt am 21. Juli zur gewohnten Zeit, von 8.00 bis 13.00 Uhr, im Bereich Zum Stadtgraben (Höhe Sparkasse Emsland) statt.

Familienbewusst in die Zukunft

Für den Landkreis Emsland nahm Marlies Kohne (4. v. l.) das Zertifikat „audit berufundfamilie“ in Berlin entgegen. (Foto: Bundesfamilienministerium)

Für den Landkreis Emsland nahm Marlies Kohne (4. v. l.) das Zertifikat „audit berufundfamilie“ in Berlin entgegen. (Foto: Bundesfamilienministerium)

Landkreis Emsland erhält zum fünften Mal das Siegel „audit berufundfamilie“

Meppen/Berlin. Für eine familien- und lebensphasenbewusste Personalpolitik steht das Qualitätssiegel „audit berufundfamilie“. Der Landkreis Emsland hat das Zertifikat, das in diesem Jahr sein 20. Jubiläum feiert, nun bereits zum fünften Mal in Folge erhalten. Bis September 2020 ist die aktuelle Auszeichnung gültig.

Die Selbstverpflichtung der emsländischen Kreisverwaltung, ein familienfreundliches Arbeitsumfeld zu schaffen, wurde schon 2005 eingegangen. Damals erhielt der Landkreis als erste Kreisverwaltung in Niedersachsen das Grundzertifikat „audit berufundfamilie“. Nun war er erneut dabei, als im Rahmen der Jubiläumsfeier in Berlin 300 Arbeitgeber, 153 Unternehmen, 106 Institutionen und 41 Hochschulen geehrt wurden.

„Wir gehen hier mit gutem Beispiel voran, weil wir davon überzeugt sind, dass familienfreundliche Arbeitsbedingungen für Wirtschaft und Verwaltung von großem Nutzen sind. Aber auch das Werben um gutes Personal ist eine Motivation dafür, dass sich die Kreisverwaltung bereits seit vielen Jahren am ,audit´ beteiligt,“ sagt Gleichstellungsbeauftragte Marlies Kohne, die für den Landkreis Emsland die Auszeichnung entgegennahm.

In ihrer Rede betonte Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey: „Wir brauchen starke Unternehmen, die verstanden haben, dass Vereinbarkeit von Familie und Beruf ein Wirtschaftsfaktor ist. Unternehmen sind nur dann beliebte Arbeitgeber, wenn sich Frauen genau wie Männer nicht mehr zwischen Job und Familie entscheiden müssen. Unternehmen, die das nicht verstehen, werden kaum Chancen haben, die besten Leute zu sich zu holen. Vereinbarkeit ist ein zentraler Hebel zur Fachkräftesicherung und Fachkräftegewinnung.“

Das Zertifikat erhält, wer erfolgreich das audit-Verfahren durchlaufen hat. Das Verfahren dient dazu, eine familienbewusste Personalpolitik in ein Unternehmen einzuführen bzw. die Personalpolitik zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf weiterzuentwickeln. Es sorgt mit verbindlichen Zielvereinbarungen dafür, dass das Familienbewusstsein fest in der Unternehmenskultur verankert wird. Nach erfolgreichem Abschluss dieses Prozesses erhalten die Unternehmen und Institutionen das „Zertifikat zum audit berufundfamilie“. Nach drei Jahren können in einer Re- Auditierung weiterführende Ziele vereinbart werden. Nur bei erfolgreicher Re-Auditierung darf das Unternehmen das Zertifikat unverändert weiterführen.

Bei der Veranstaltung erhielten alle erfolgreichen Teilnehmer zur Bestätigung ihres Engagements das Zertifikat aus den Händen von Schirmherrin Dr. Franziska Giffey, dem Geschäftsführer der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung, John-Philip Hammersen sowie Oliver Schmitz, Geschäftsführer der berufundfamilie Service GmbH.

1998 wurde das „audit berufundfamilie“ auf Initiative der gemeinnützigen Hertie-Stiftung ins Leben gerufen und 2002 um das audit familiengerechte hochschule erweitert.

Weitere Informationen unter www.berufundfamilie.de

Sigrid Kraujuttis: Nichts über uns – ohne uns

Sozialdezernentin Dr. Sigrid Kraujuttis (l.) und die Referentinnen und Referenten führten am Fachtag in das neue Bundesteilhabegesetz ein. (Foto: Landkreis Emsland)

Sozialdezernentin Dr. Sigrid Kraujuttis (l.) und die Referentinnen und Referenten führten am Fachtag in das neue Bundesteilhabegesetz ein. (Foto: Landkreis Emsland)

Fachtag zum neuen Behindertenrecht mit Sigrid Kraujuttis – Landkreis begrüßt über 160 Teilnehmer

Meppen. Als eine der größten Sozialreformen der vergangenen Jahrzehnte bezeichnete Sozialdezernentin Dr. Sigrid Kraujuttis die gesetzlichen Regelungen für Menschen mit Behinderungen, die mit dem Bundesteilhabegesetz (BTHG) beschlossen wurden. Im Sinn der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen wird das Ziel verfolgt, Menschen mit Behinderungen eine umfassende gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen. Neu ist dabei insbesondere, dass diese Menschen stärker bei der Hilfegestaltung beteiligt werden sollen nach dem Motto „Nichts über uns – ohne uns“.

Kraujuttis konnte im Ludwig-Windthorst-Haus in Lingen über 160 Vertreterinnen und Vertreter von Kommunen sowie von Anbietern der Eingliederungshilfeleistungen aus dem Raum Weser-Ems begrüßen. Sie machte deutlich, dass der Gesetzgeber mit dem in Stufen in Kraft tretenden Gesetz ein modernes Teilhaberecht verwirklichen wolle, das sich an den Bedarfen dieser Menschen orientiere. Das Gesetz bewirke insoweit einen Paradigmenwechsel, der mit großen Herausforderungen für alle Beteiligten verbunden sei.

Für das Landessozialamt erläuterte Werner Welp, dass die Zuständigkeiten für die Hilfen neu geregelt werden. Bisher waren die Kommunen in Niedersachsen für die ambulanten Hilfen sowie alle Hilfen für Menschen mit Behinderungen über 60 Jahre und das Land für die teilstationären sowie stationären Leistungen zuständig. Ab 2020 werde sich die Zuständigkeit am Alter orientieren: Für Kinder und Jugendliche werden die Kommunen verantwortlich sein und für Erwachsene das Land Niedersachsen.

Wesentliche Änderungen ergeben sich auch dadurch, dass Hilfen künftig nach Fachleistungen und Hilfen zum notwendigen Lebensunterhalt (existenzsichernde Leistungen) bemessen werden. Dies stelle eine wesentliche Veränderung für die Betroffenen wie auch für Leistungsanbieter und Kostenträger dar.

Ziel des Gesetzgebers ist es auch, die Bedarfe von Menschen mit Behinderungen bundesweit nach einheitlichen Kriterien zu bemessen. Dazu soll künftig die „Internationale Klassifikation von Funktionsfähigkeit und Behinderung (ICF)“ dienen, die schon jetzt in vielen Ländern Anwendung findet. Hansjörg Mandler, Mandler-Coaching, erläuterte den Teilnehmern des Fachtages die Besonderheiten und zentralen Begriffe dieser Klassifikation. Teilhabe sei dann gegeben, wenn es einer Person (auch mit Behinderung) möglich ist, nach ihrer persönlichen Lebenssituation und zu ihrer Zufriedenheit sozial eingebunden zu sein.

Eine Besonderheit des BTHG ist zudem, Hilfen aus einer Hand zu gewährleisten. Auf sehr anschauliche Weise erklärte Kurt Ditschler, Dozent für Arbeits- und Sozialrecht, die neuen Anforderungen für die Sozialleistungsträger. Künftig sei der Sozialleistungsträger, der vom Hilfesuchenden zuerst angesprochen wird, der koordinierende Leistungsverantwortliche für alle beantragten Leistungen. Er gewährt die Leistung „aus einer Hand“ und der an sich zuständige Träger erstattet die Aufwendungen.

Wie sich das Ganze aus der Sicht der Träger und Leistungsberechtigten darstellt, wurde von Dr. Cornelia Kammann, Caritasverband für die Diözese Osnabrück, und von Michael Schikora, Mitglied des Werkstattrates beim Christophorus-Werk in Lingen, unter dem Motto „Wer hilft wem aus dem BTHG-Dschungel?“, erläutert. Ausdrücklich wurde betont, dass Wünsche und individuelle Bedarfe der Menschen mit Behinderungen im Rahmen von Selbstbestimmung künftig eine wichtige Rolle spielen. Einrichtungen und Betroffene wünschen sich, auch künftig in die erforderlichen Abläufe eingebunden zu werden. Schikora sieht hier durchaus auch noch einen Lernbedarf für Menschen mit Behinderungen, in diese Rolle hineinzuwachsen.

Neue Webcam installiert

Meppen. Ein Blick in Meppens Fußgängerzone gewährt seit geraumer Zeit eine am Modehaus Löning befestigte Webcam. Mit einer aktuell neu installierten werden anstelle von Momentaufnahmen jetzt Bewegtbilder vom Marktbrunnen, der Gymnasialkirche sowie dem historischen Rathaus gezeigt. Zwecks Datenübertragung unterstützt das Unternehmen EmslandTel.Net. Die Aufnahmen können über die städtische Homepage unter www.meppen.de eingesehen werden.

Revision im Emsbad Meppen

Emsbad in Meppen

Emsbad in Meppen

Meppen. Aus Sicherheitsgründen werden in Freizeitbädern regelmäßig die Einrichtungen überprüft – eine sogenannte Revision findet statt. Hierbei werden alle Anlagen außer Betrieb genommen, die Schwimmbecken entleert und die Filteranlagen ausgeschaltet. Im Hallenbadbereich des Emsbades werden diese Wartungs- und Sanierungsarbeiten vom 14. Juli bis zum 5. August durchgeführt. Der Freibad- und Kleinkindbereich haben in dieser Zeit montags von 13.30 bis 21.00 Uhr, dienstags bis freitags von 06.00 bis 21.00 Uhr und samstags und sonntags von 07.00 bis 19.00 Uhr geöffnet. Das Emsbad Meppen bittet ihre Badegäste um Verständnis für die eingeschränkten Öffnungszeiten.

Gute Bedingungen für gesundes Aufwachsen schaffen

(v. l.) Gisela Bolmer von der KEB, Cornelia Berends, Netzwerkkoordination Frühe Hilfen, die Teilnehmerinnen der Weiterbildung Silvia Book, Nicole Santen, Sibille Lohaus, Karin Peters, Silvia Bembom, Andrea Leigers, Britta Stüwing und Elke Terhaer, Marion Möller, Netzwerkkoordination Frühe Hilfen, Stephanie Lüßling vom SkF Lingen und Dezernentin Dr. Sigrid Kraujuttis (Foto: Landkreis Emsland)

(v. l.) Gisela Bolmer von der KEB, Cornelia Berends, Netzwerkkoordination Frühe Hilfen, die Teilnehmerinnen der Weiterbildung Silvia Book, Nicole Santen, Sibille Lohaus, Karin Peters, Silvia Bembom, Andrea Leigers, Britta Stüwing und Elke Terhaer, Marion Möller, Netzwerkkoordination Frühe Hilfen, Stephanie Lüßling vom SkF Lingen und Dezernentin Dr. Sigrid Kraujuttis (Foto: Landkreis Emsland)

Teilnehmerinnen erhalten Zertifikat als Familien-Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen

Meppen. Insgesamt acht Kinderkrankenschwestern aus dem Landkreis Emsland haben die Weiterbildung zur Familien-Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen (FGKiKP) absolviert. Sie erhielten nun ihre Zertifikate.

Der Landkreis Emsland, Fachbereich Jugend- Netzwerkkoordination Frühe Hilfen, hat die Weiterbildung für den Bereich der Frühen Hilfen initiiert und finanziert – aufgrund des Hebammenmangels. „Da es wenig Nachwuchshebammen gibt, erschließen wir hiermit eine Alternative. Die Familien-Gesundheits- und Kinderkrankenpflegende arbeiten im Netzwerk Frühe Hilfen und stärken die Eltern in ihren Kompetenzen, um so gute Bedingungen für ein gesundes Aufwachsen des Kindes zu schaffen. Sie leisten damit einen wesentlichen Beitrag zur Sicherung des Kindeswohls“, erläutert Sozialdezernentin Dr. Sigrid Kraujuttis. Bildungsträger der Fortbildung war der Sozialdienst katholischer Frauen in Lingen in Kooperation mit der Katholischen Erwachsenenbildung Emsland Süd.

Aufgabe der FGKiKP ist es, Familien mit Säuglingen und Kleinkindern bis zum vollendeten dritten Lebensjahr in besonderen Belastungssituationen zu unterstützen. Eine solche Belastungssituation kann zum Beispiel die Versorgung eines Kindes mit chronischer Krankheit oder eines Frühgeborenen sein. Die Familien-Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen stehen Familien beratend zur Seite und begleiten sie sowohl psychosozial als auch zu anderen Institutionen wie Ärzten, Beratungsstellen, etc., die für die weitere Entwicklung des Kindes hilfreich und förderlich sind. Gesundheitsförderung, Prävention und Motivation zur Selbsthilfe werden dabei in der Familie berücksichtigt.

Zugangsvoraussetzung für die Teilnahme an der Weiterbildung sind eine abgeschlossene dreijährige Berufsausbildung in der Kinderkrankenpflege und eine mindestens zweijährige Berufserfahrung in der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege. Die Weiterbildung umfasst insgesamt 270 Unterrichtseinheiten. Neben der Vermittlung von theoretischen und praktischen Anteilen werden weitere Schwerpunkte im Bereich der Netzwerkarbeit und der interdisziplinären Zusammenarbeit mit anderen Institutionen und Berufsgruppen gelegt.

2019 ist ein neuer Weiterbildungskursus geplant. Interessierte können sich an die Koordinatorin des Sozialdienstes katholischer Frauen e.V. Lingen unter der Telefonnummer 0591/80062-102 und der E-Mail-Adresse stephanie.luessling@skf-lingen.de wenden.