Das Emsland

Natürlich können wir Ihnen hier zahlreiche Daten und Fakten rund um das Emsland bereitstellen. Beispielsweise, dass unsere Region sich über 2.880 km² vom südlichen Punkt nahe Rheine in Nordrheinwestfalen bis hin zur ostfriesischen Grenze erstreckt. Oder dass wir seit 2004 über die ausgebaute Emsland-Autobahn verfügen, die es uns ermöglicht, unseren Kreis in kürzester Zeit zu durchqueren.

Doch vielmehr möchten wir hier auf unsere schöne Region aufmerksam machen. Sie darüber informieren, wie wir Menschen im Emsland leben, was uns antreibt und was uns wichtig ist.

Was gehört zum Emsland?

emslandkarteDas Emsland besteht aus insgesamt 19 Städten und Gemeinden: Salzbergen, Emsbüren, Spelle, Freren, Lingen, Lengerich, Geeste, Twist, Herzlake, Haselünne, Meppen, Haren, Sögel, Werlte, Lathen, Döpren, Nordhümmling, Rhede und ganz im Norden Papenburg. Das heutige Emsland besteht seit 1977 und entstand durch die Kreiszusammenlegung der Kreise Aschendorf-Hümmling und Meppen sowie Lingen und der Grafschaft Bentheim. Insgesamt leben bei uns etwa 316.000 Menschen. Bezogen auf die Fläche des Emslandes kommen auf einen Quadratkilometer Emsland 110 Einwohner. So ist unsere Region eine der am dünnsten besiedelten Flächen in Deutschland. Das liegt jedoch nicht daran, dass es bei uns so langweilig ist, im Gegenteil! Das Emsland ist geprägt von vielen freien Flächen und Naturschutzgebieten. Reizvolle Landschaften wie Moore, Wälder, Felder und unsere grandiosen Wasserlandschaften sind durch den Menschen noch nahezu unberührt. Die Flora und Fauna des Emslandes sind sehr artenreich. Viele bedrohte Tier- und Pflanzenarten fühlen sich bei uns zu Hause.

Besondere Sehenswürdigkeiten im Emsland

Das Emsland hat eine lange Geschichte, die sich auch heute noch in zahlreichen Bauten und Denkmälern wiederspiegelt. An Ihnen können die Geschehnisse vergangener Tage exemplarisch abgelesen werden. Alte Klöster, Burgen und Kirchen laden zu Reisen in vergangene Zeiten ein. Darüber hinaus zählen natürlich die 70 Naturschutzgebiete auch zu besonderen Ausflugszielen.

Wasser ist ein ganz großes Thema bei uns. So durchzieht unseren schönen Kreis nicht nur unsere Namensgeberin, die Ems, auch die Hase und zahlreiche Kanäle durchqueren das Emsland. Wer im Emsland nach Wasser sucht, läuft mit geschlossenen Augen durch die Gegend.

Kanuten können sich über 440 km Wasserwege im Emsland freuen – allesamt mühelos befahrbar und mit einer Anlegestelle an jeder Ecke.

Was macht man sonst so im Emsland?

Im Emsland findet viel draußen statt. Dabei ist das auch naheliegend, verfügt unsere Region doch über eines der am besten ausgebauten Netze an Rad- und Wanderwegen. Mit rund 3.500 Kilometern einheitlich ausgeschildertem Radweg kommen hier Fahrradfahrer voll auf ihre Kosten. Mehr als 800 Zielwegweiser begleiten Sie auf Ihrer Reise. Zusätzlich zu den normal ausgeschilderten Routen erhalten die Radfahrer Informationen über ausgewiesene Themenrouten.

Neben der Rad- und Wanderwege sind auch sämtliche Gewässer im Emsland beliebte Ausflugsziele und Treffpunkte für Wassersportbegeistere. Kanu fahren, Angeln, schwimmen. Bei uns findet jeder die Möglichkeit, sich sinnvoll in der Freizeit zu beschäftigen. Kanus und Ausrüstungen werden von vielen Verleihen gegen eine kleine Gebühr vermietet. Ein Highlight der Region: Floßfahrten auf der Ems. Die Flosse können im benachbarten Rheine ausgeliehen werden und sie können unser schönes Emsland bequem auf dem Wasser erkunden.

Im Kanucamp-Lingen haben Sie darüber hinaus auch die Möglichkeit zum Bogenschießen. Wem das alles noch nicht reicht, kann sich durch unsere zahlreichen Naturschutzgebiete führen lassen. Waren Sie schon einmal im Moor?

Moore sind extrem feuchte Gebiete, die mit niedrigen Pflanzen bewachsen sind. Durch den dauerhaften Wasserüberschuss durch beispielsweise einen hohen Grundwasserspiegel und / oder starke Regenfälle, können abgestorbene Pflanzenreste nicht einfach verrotten, sondern werden so zu Torf. Im Gegensatz zu Sümpfen ist ein Moor niemals trocken. Je nach Art der Wasserspeisung werden Moore in Hochmoore und Niedermoore eingeteilt.

Schön denken Sie sich wahrscheinlich nun. Und weiter? Wer noch nie ein Moor besucht hat, kann sich keine Vorstellung davon machen, wie phantastisch dieser Lebensraum ist. Hier gedeihen zahlreiche Pflanzenarten. Tiere, die sonst vom Aussterben bedroht sind, finden hier einen geschützten Lebensraum.

Schon der erste Eindruck, den ein Moor auf seine Besucher ausübt ist überwältigend. Die Landschaftseindrücke sind enorm. Dazu erleben unsere Gäste den Naturpark Moor auch als erstes mit ihren Sinnen. Es riecht anders, und sogar die Umgebung klingt anders. Lassen Sie sich mitreißen und erleben Sie die Natur, wie es sonst kaum an einem anderen Flecken Erde möglich ist. Entdecken Sie den blauen Moorfrosch oder Eidechsen. Kreuzottern, seltene Vögel und eine sehr seltene Schmetterlingsart, der Moorbläuling sind hier zu Hause. Auch die Pflanzenwelt hat so einiges zu bieten: neben der gemeinen Moosbeere und der Glockenheide fühlen sich unzählige Pflanzenarten bei uns zu Hause. Dabei können Sie unsere Moore zu jeder Jahreszeit neu entdecken. Während sie im Frühjahr im seidigen weiß erscheinen, sorgen die Fruchtstände der Heide ab August für ein strahlend lilanes Erscheinungsbild.

Die Wirtschaft im Emsland

KarteWährend das Emsland Anfang des 20. Jahrhunderts noch als „wirtschaftliches Armenhaus“ bezeichnet wurde, sind heutzutage viele wichtige Unternehmen im Emsland angesiedelt. Nicht zuletzt auf Grund des sogenannten Emlandsplans, der 1951 von der deutschen Bundesregierung bereitgestellt wurde. Heute müssen wir nicht mehr nur vom Torfabbau leben. Auf Grund der hervorragenden Infrastruktur und Anbindungen an alle wichtigen Verkehrsadern ist das Emsland für viele Unternehmen sehr attraktiv geworden. Jedes fünfte Großunternehmen in Niedersachsen hat heute seinen Standort im Emsland und der Grafschaft Bentheim. So konnten in den vergangenen fünf Jahren mehr als 10.000 neue Arbeitsplätze in unserer Region entstehen. Wenn wir Ihnen Namen nennen, können Sie sich vielleicht viel besser vorstellen, welche Wirtschaftskraft im Emsland steckt: Meyer Werft, Berentzen (Schnaps), Coppenrath, ADO (die mit der Goldkante), Kochlöffel und Kornbrennerei Heydt sind nur eine Handvoll Unternehmen die bei uns ansässig sind.

Neben der Industrie ist auch der Tourismus ein wichtiger Wirtschaftszweig, der sich über stark wachsende Zahlen in den vergangenen Jahren erfreut. Die Entwicklung der Übernachtungszahlen liegt seit vielen Jahren weit über dem niedersächsischen Landesdurchschnitt. Seit der Fertigstellung der A31, die es nun Urlaubern erlaubt, das Emsland ohne größere Umwege zu durchqueren, wachsen die Übernachtungszahlen noch weiter an.

Nachhaltigkeit steht für uns an erster Stelle

Bereits Mitte der Neunziger Jahre wurde das Emsland als potentielles Windkraftnutzungsgebiet entdeckt. Da für uns Nachhaltigkeit und der Naturschutz eine wichtige Rolle spielen, ist es für uns selbstredend, dass wir die uns gegebene Windkraft sinnvoll nutzen, um so alternative Energien zu erzeugen. Seither entstanden viele Windparks in der Region. Insgesamt zeigt sich unser Landkreis besonders klimafreundlich. Sämtlich Projekte des Kreises werden grundsätzlich auf Umweltverträglichkeit geprüft und unterliegen strengen Auflagen. Neben der Einsparung von Ressourcen steht für uns die CO2 Einsparung an erster Stelle.

Dabei war unsere Region schon immer ein Energieland. Was mit Elektrizität auf Torfgrundlage begann, und sich über die Jahre mit verschiedenen Arten der Energieerzeugung fortsetzte, ist heute bei den erneuerbaren Energien angekommen. Insgesamt produzieren wir 112% unseres Gesamtstromverbrauchs aus erneuerbaren Energien.

Daher wurde unser Landkreis bereits im Jahr 2014 mit der 100ee Urkunde ausgezeichnet.

Wir verstehen uns!

Besonders stolz sind wir im Emsland auf unsere Sprache. Vielerorts wird bei uns noch plattdeutsch gesprochen. Vor allem auf dem platten Land. Doch keine Angst, wir werden uns schon verstehen, denn auch das Hochdeutsch ist schon bei uns angekommen.

Auf Spuren der Megalithkultur und Großsteingräbern

Rund um das Emsland existieren zahlreiche Sagen und Mythen. Als Grundlage hierzu dienen die vielen Großsteingräber, die aus der Zeit zwischen 3.500 bis 2.800 vor Christus stammen. Die eindrucksvollen Granitbauten stammen aus der vorletzten Eiszeit und wurden damals aus dem hohen Norden ins Emsland verfrachtet. Rund um die Gräber existieren viele Legenden, die nicht zuletzt auf Grund ihrer faszinierenden Lage in den riesigen Wäldern des Emslandes entstanden.

Wer sich für die Großsteingräber interessiert, kann auf der sogenannten „Straße der Megalithen“ insgesamt 33 Stationen besuchen, die die interessantesten Großsteingräber aus der Jungsteinzeit umfasst. Auf mehr als 330km führt die Strecke zwischen Osnabrück und Oldenburg einmal quer durch das Emsland. Seit 2009 können archäologiebegeisterte auf diesen Pfaden wandeln.

In der Jungsteinzeit waren Großsteingräber die letzte Ruhestätte für viele Menschen. Heutzutage würden wir solche eher als Massengrab bezeichnen. Vor allem in Norddeutschland war es normal, das bis zu 150 Menschen in einem einzelnen Grab beigesetzt wurden. Diese wurden nicht alle zeitgleich beigesetzt, sondern jeweils nachträglich. Noch heute ist unklar, woher diese Sitte stammte, dass Tote in solch großen Grabkammern beigesetzt wurden. Die ältesten, bekannten Grabanlagen gibt es heute noch in Frankreich und in Spanien. Und eben in unserem Emsland.

Architektonische Meisterleistung

Der Bau eines Großgrabes was für die damalige Zeit eine wahrliche Meisterleistung. So galt es, die bis zu 50 Tonnen schweren Steine auf einfachen Mitteln zu transportieren. Hierzu wurden Rollen aus Holz, Hebebäume und Zugtiere genutzt. Der Bau einer einzelnen Grabanlage konnte so mehrere Monate dauern. Typisch für unsere Region wurden die Gräber als Ganggräber angelegt. Der Zugang zu den Gräbern wurde aus Steinen hergestellt und grundsätzlich gen Süden ausgerichtet. In den Gräbern fand man zahlreiche Grabbeigaben wie Gefäße aus Ton, Werkzeuge, Schmuck und Waffen. Leider existieren bezüglich der Bestattungsrituale nur wenige Hinweise, so dass über die Handlungen damals nur Spekulationen möglich sind. Eines weiß man jedoch gewiss: Die Megalithiker glaubten an ein Leben nach dem Tode. So erklären sich auch die zahlreichen Grabbeigaben.

Die mythischen Legenden rund um die Großgräber entstanden dadurch, dass – besonders die Bürger im Mittelalter – keine Vorstellung davon hatten, zu welchen Taten die Menschen in der Steinzeit fähig waren. So rankte sich rund um die Entstehung der Gräber der Mythos, dass die Gesteinsbrocken von Riesen angeschleppt wurden. Auch deshalb werden die Großgräber noch heute als Hünengräber oder Hünensteine bezeichnet.

Nachrichten aus dem Emsland

el-news-responsiveAuch wir wollen stets informiert sein. Und auch unsere Besucher sollen regelmäßig mit den neuesten News versorgt werden. Dafür gibt es el-news.de Unser Online Nachrichten Magazin entstand im Januar 2015 aus einer Idee heraus, die Menschen in unmittelbarer Nachbarschaft auf dem Laufenden zu halten. Aus unserer Nachbarschaft wurde schnell das gesamte Emsland. Hier versorgen wir unsere Mitbürger mit allem, was wichtig ist. Nachrichten aus der Region und einige ausgewählte überregionale und landesweite Themen haben es bislang auf unsere Seite geschafft. Dabei sind wir stets bemüht, unser Portfolio ständig zu erweitern.