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Eröffnung der neuen Intensivstation für Anfang 2022 geplant

Leer. In kleinstem Rahmen wurde am Freitag, 3. April 2020, auf dem Gelände des Borromäus Hospitals Leer der Grundstein für die neue Intensivstation gelegt.

 

 

An der Westseite entsteht ein dreistöckiger Bau für 26 Millionen Euro auf einer Fläche von rund 1200 m²

 

Er wird aus Mitteln des Landesetats (17,9 Millionen) und dem Rest an Eigenmitteln umgesetzt. Im April 2019 startete die Baumaßnahme. Mittlerweile ist das Baufeld vorbereitet und die Fundamente gelegt. Voraussichtlich Ende dieses Jahres wird der Rohbau fertiggestellt sein. „Insgesamt liegen die Arbeiten im Zeitplan“, sagte Technischer Leiter Tobias Fiedelak. Anfang 2022 soll die neue Intensivstation eröffnet werden.

„Der Neubau der Intensivstation schafft gute Voraussetzungen, die Strukturen der medizinischen Versorgung am gesamten Krankenhaus weiter zu entwickeln“, teilt Geschäftsführer Dieter Brünink mit. „Unsere Patienten werden dort zukünftig auf dem modernsten technischen Standard versorgt.“

 

 

Für die Patienten entsteht innerhalb des neuen Gebäudekomplexes auf Ebene 3 die 1150 Quadratmeter große Intensivstation mit 22 Betten – zwölf davon für Schwerstkranke. Aktuell verfügt das Borromäus Hospital über zwölf sogenannte ITS-Betten (Intensivtherapiestation) sowie drei IMC-Betten (Intermediate Care).

 

Kernstück der neuen Intensivstation bilden drei Cluster, die jeweils eine Vierer-Einheit bilden

 

Dort werden ITS-Patienten engmaschig überwacht. Sie gelten als Intensivpatienten, zu denen Schwer- und Schwerstkranke zählen, die intensivmedizinisch und -pflegerisch beispielsweise nach einer OP behandelt werden müssen. „Die Einrichtung der Cluster ist zukunftsweisend“, sagt Fiedelak. Ihre Entwicklung wurde gemeinsam mit dem Niedersächsischen Landesamt für Bau und Liegenschaften (NLBL) beispielhaft erarbeitet. Vor allem der Patient und dessen Genesung stehen im Vordergrund.

Durch die Reduzierung von Umgebungsgeräuschen, dem Einhalten des Tag-Nacht-Rhythmus durch Tageslicht und die Schaffung einer gewissen Privatsphäre werde das Wohlbefinden gestärkt. Eine wirksame Isolierung von Patienten durch die räumliche Teilung und Zuwegung durch Hygieneschleusen wird, soweit medizinisch erforderlich, ebenfalls gewährleistet.

 

 

Auf den weiteren Ebenen des neuen Gebäudes werden freie Kapazitäten für den Pflegebereich geschaffen. Auch der großen Nachfrage nach Einzelzimmern wird Rechnung getragen. So wird die Bettenkapazität nicht erhöht, sondern vielmehr Raum genutzt, um den Patienten mehr Rückzugsmöglichkeiten zu bieten.

„Der Neubau ist dringend erforderlich geworden, da die bisherigen räumlichen Kapazitäten an ihre Grenzen stoßen“, erläuterte Geschäftsführer Brünink bei der Grundsteinlegung. Der Gebäudekomplex an der Kirchstraße werde dadurch entzerrt und mehr Platz geschaffen.

Schließlich versenkte Geschäftsführer Brünink eine Kupferrolle in einer vorbereiteten Mauer in Anwesenheit von dem Pflegedirektor Andreas Dörkßen, dem Technischen Leiter Tobias Fiedelak, dem Ärztlichen Direktor Dr. Dietrich Keller und dem Kaufmännischen Direktor Markus Tholen. Darin liegen unter anderem die Baupläne, Zehn-Euro-Sondermünzen, Fotos sowie eine Tageszeitung und die Patienten- und Mitarbeiterzeitung „Borrometer“.

 

 

Im Zuge des Neubaus der Intensivstation am Borromäus Hospital Leer soll auch der Bau eines Wirtschaftsgebäudes verwirklicht werden. Der eingeschossige Bau mit einer Grundfläche von circa 550 Quadratmetern wird auf der Fläche des derzeitigen Hubschrauberlandeplatzes neben dem Parkhaus am Borro umgesetzt. In dem Gebäude wird die Küche seinen Platz finden. Auf dem Dach des neuen Wirtschaftsgebäudes wird dann der Hubschrauberlandeplatz eingerichtet. Übergangsweise befindet dieser sich nun auf der Freifläche vor dem Schwesternwohnheim.