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Köstlich gefüllter Bratapfel (Foto: <a href="https://pixabay.com/users/RitaE/">RitaE</a> / Pixabay)

Köstlich gefüllter Bratapfel (Foto: RitaE / Pixabay)

Ein Bratapfel versetzt sofort in Weihnachtsstimmung

Haren. »Bald wird er aufgetischt, der Zipfel, der Zapfel, der Kipfel, der Kapfel, der gelbrote Bratapfel.« So lautet die Strophe eines berühmten bayrischen Kindergedichtes, und tatsächlich wird in der Adventszeit in vielen Familien besonders gerne der ein oder andere köstliche Bratapfel serviert. Kaum eine Süßspeise erinnert durch ihren süßen Duft und feiner Zimt Note mehr an Weihnachten. Ein dampfender Apfel, gefüllt mit allerlei Schleckereien, frisch aus dem Ofen erwärmt Bauch und Seele gleichermaßen. Die Vitamine, die auch noch im gebratenen Zustand im Apfel verbleiben, können wir in der eisigen Jahreszeit zu dem noch gut gebrauchen.

Welche Sorte eignet sich für den Bratapfel

Apfel ist nicht gleich Apfel. Wochenmärkte und Hofläden bieten eine große Auswahl des knackigen Obstes an, aber nicht jeder macht gefüllt und gebacken eine gute Figur. Pink Lady zum Beispiel, ist zwar saftig und süß, eignet sich aber zum Backen weniger. Er würde durch die Hitze schnell zusammenfallen. Das Ergebnis wäre nicht sehr ansehnlich. Der fertige Bratapfel würde sich auch nicht mehr gut auslöffeln lassen. Der beliebte Elstar ist ebenfalls eher zum frisch Reinbeißen, als für den Ofen gedacht. Er bringt zu viel eigenen Zuckeranteil mit sich. Da der Bratapfel aber oft mit einer gehaltvollen und süßen Füllung versehen wird, darf der Apfel gern ein wenig herber im Geschmack sein. Besonders gut geeignet sind säuerliche, feste Sorten wie Jonagold, Cox Orange oder Boskop.

Kinderleicht zuzubereiten und himmlisch im Geschmack

Damit der Bratapfel seinen unwiderstehlichen Geschmack voll und ganz entfalten kann, braucht es nur ein paar kleine Tricks. Die Zubereitung ist wirklich einfach. Beim Füllen dürfen auch kleine Gourmets mitmachen. So wird aus dem leckeren Gericht, ein Spaß für die ganze Familie.

Für 6 Bratäpfel benötigen sie

  • 6 Äpfel (leicht säuerlich und fest)
  • 50 g. Sultaninen
  • 5 EL Kristallzucker
  • 1 TL gemahlene Nelken
  • 1 TL Zimt
  • 1 TL Kardamom
  • Eine Prise gemahlene Stern Anis
  • 1 Tüte Vanillezucker
  • 50 g. Butter
  • 200 ml Orangensaft (ohne Fruchtfleisch)
  • 100 ml Apfelsaft (naturtrüb)

Waschen sie die Äpfel gut ab. Mit einem Apfelausstecher wird das Kerngehäuse entfernt. Um ein aufreißen im Ofen zu verhindern, ritzen sie die Apfelschale ringsherum mit einem scharfen Messer ein. Setzen sie die ausgehölten Äpfel in eine ausreichend große, feuerfeste Form. Für die Füllung vermischen sie die Sultaninen mit den verschiedenen Gewürzen. Geben sie die Füllung in die Äpfel und gießen die Säfte an. Die Butter wird in kleinen Stückchen auf die gefüllten Äpfel gegeben. Das Ganze kommt nun für 45 Minuten bei 180 Grad in den Ofen. Begießen sie die Äpfel zwischendurch mit dem austretenden Saft, so werden sie saftig und trocknen an der Oberfläche nicht aus. Die Bratäpfel sollten vor dem Servieren einige Minuten auskühlen.

Verschiedene Füllungen ausprobieren

Füllen sie ihren Bratapfel ganz nach ihrem Geschmack. Hier darf der Löffelschwinger gerne Kreativität, bei der Auswahl der richtigen Zutaten, an den Tag legen. Geben sie klein gezupfte Marzipan Rohmasse in den ausgehöhlten Apfel um ihm eine noch stärke Süße und ein angenehmes Mandelaroma zu verleihen. Wenn keine Kinder mitessen, können die Rosinen vorm Einfüllen in Rum oder Calvados eingelegt werden. Der Apfel karamellisiert im Ofen und ist durch den austretenden Saft sehr aromatisch und nicht trocken. Wer trotzdem noch ein cremiges Topping benötigt, begießt den Bratapfel einfach mit halb fest geschlagener Sahne oder Vanillesoße.