Flammkuchen (Foto: Jörg Maire)

Leckeren Flammkuchen gibt es auch selbstgemacht im Emsland (Foto: Jörg Maire)

Flammkuchen – Vom Elsass bis ins Emsland beliebt

Freren. Ein Blick aus dem Fenster genügt und wir erkennen, dass der Sommer sich dem Ende neigt. Die Sonnenblumen verblühen langsam und die ersten Herbstblüher recken sich den letzten Sonnenstrahlen entgegen. So wie die Aussicht im Garten, ändern sich im Übergang von Spätsommer zum Herbst natürlich auch unsere Vorlieben in der Küche. Vor wenigen Wochen standen noch leichte Fitness – Salate, Wassermelone in allen Variationen und kühles Eis auf dem Speiseplan. Nun darf es kulinarisch ruhig schon etwas deftiger zugehen. Was passt das besser als ein herzhafter Flammkuchen.

Den Klassiker neu entdecken

Der Klassiker aus dem Elsass, dem Pfälzer Land und Baden ist auch bei uns im Emsland nicht mehr wegzudenken.Traditionell mit einer Schicht Sauerrahm, würzigem Speck und frischen Zwiebeln belegt, gehört er für viele zum Herbstbeginn dazu. Beim Belag sind jedoch wenig Grenzen gesetzt. Die Basis bildet beim Flammkuchen stets ein dünner Teig. Nun darf der Genießer gerne kreativ werden.

Von herzhaft bis süß trifft er den Geschmack

Ganz köstlich und zu den fallenden Temperaturen passend ist Beispielsweise die Mischung aus süßen Birnen und gut gereiftem Blauschimmelkäse. Räucherlachs gibt dem hauchdünnen Fladen eine rauchige – salzige Note. Vegetarier kommen bei Kürbis mit Feigensenf voll und ganz auf ihre Kosten. Wem das alles zu herzhaft sein sollte, kommt mit einem süßen Belag bestimmt auf den Geschmack. Auch bei Kindern sehr beliebt, ist der Flammkuchen mit Apfelschnitzen und einer herrlich duftenden Zimt – Zucker Mischung einen Versuch wert. Nur nicht zu dick darf die jeweilige Auflage sein. Ein zu mächtiger Belag würde in der kurzen Zeit im Ofen kaum durch garen.

Auch ohne Holzbackofen gelingt der Flammkuchen

Der Ausdruck Flammkuchen geht auf die ursprüngliche Zubereitung im Holzbackofen zurück. Vor dem eigentlichen Brot backen, nutze der Bäcker die starke Hitze im Ofen aus. Der Flammkuchen wurde noch bevor die Flamme ganz erloschen ist, hinein geschoben. In der heutigen Zeit hat natürlich kaum jemand das große Glück, über einen Holzbackofen zu verfügen. Auf einen knusprigen Kuchen muss man dadurch aber natürlich nicht verzichten. Für wenig Geld kann schon ein guter Pizzastein erworben werden. Auf dem Grill ordentlich eingeheizt, bringt dieser sehr gute Flammkuchen in kürzester Zeit zu Stande. Wer über keinen Grill besitz, oder die Rauchentwicklung scheut, kann auch im normalen Backofen diese Köstlichkeit zaubern.

Unser Flammkuchen Rezeptvorschlag

Falls dem einen oder anderen Leser nun das Wasser im Mund zusammenläuft, haben wir hier einen erprobten Rezeptvorschlag parat. Für ca. 6  Flammkuchen wird benötigt

Für den Teig

  • 1 Kilogramm Mehl Type 405
  • 10 TL Olivenöl extra Vergine
  • 400 ml kaltes Wasser
  • 5 TL Salz
  • Etwas Honig

Für den Belag

  • 400 Gramm Schmand
  • 200 Gramm Creme Fraiche
  • 600 Gramm Speck / gewürfelt
  • 2 Gemüsezwiebeln / hauch dünn geschnitten

Die Zutaten für den Teig werden vermischt und geknetet bis ein elastischer und nicht mehr klebender Teig  entsteht. Hierbei leistet eine elektrische Küchenmaschine gute Dienste. Den Teig in 6 Kugeln teilen. Jede wird nun, am besten direkt auf einem Bogen Backpapier, zu einem dünnen Fladen ausgerollt. Schmand und Creme Fraiche zu einer glatten Creme verrühren und auf die Böden streichen. Ganz nach Belieben mit Speck und Zwiebeln belegt, können die Flammkuchen bei ca. 260 Grad für ungefähr 8 Minuten in den Backofen.

Häufig wird Flammkuchen in der bekannten Kombination mit einem guten Glas Federweißer serviert.  Aber auch hier sind wieder einmal die Geschmäcker verschieden. Egal für welche Variante man sich auch entscheiden mag, es bleibt nur „ Guten Appetit “ zu wünschen.