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Vorstellung des LEADER-Projektes „Dokumentation zu den historischen Spuren der Lager Groß Hesepe und Dalum sowie des Lagerfriedhofes“

GEESTE. Während der Sitzung des Gemeinderats am 29. August hat Gemeindearchivar Martin Koers das LEADER-Projekt „Dokumentation zu den historischen Spuren der Lager Groß Hesepe und Dalum sowie des Lagerfriedhofes (Kriegsgräberstätte Dalum)“ vorgestellt.

 

Foto © Gemeinde Geeste / Ratsherr Georg Kater, Bürgermeister Helmut Höke, Historiker Martin Koers, Ausschussvorsitzende Kultur & Touristik Ingrid Meer, Petra Petzold von der Wisniewsky-Stiftung, Anne Hessel von Emsconcept und Anna Hinrichs vom Amt für regionale Landesentwicklung, bei der Vorstellung des LEADER-Projektes.

 

Ein ganz besonderer Dank richtet sich an die Sponsoren, ohne die die Umsetzung dieses Projektes nicht möglich gewesen wäre. LEADER unterstützte das Projekt mit 12.000 Euro, die Wisniewsky-Stiftung und der Landkreis Emsland mit jeweils 4.000 Euro und die Gemeinde Geeste mit fast 5.000 Euro.

 

In einem Vortrag, der sowohl den Ratsmitgliedern als auch den anwesenden Zuschauern und Unterstützern des Projektes sehr nahe ging, hat Martin Koers über seine Recherchen zu dem Thema gesprochen und die aus dem Projekt entstandene Broschüre vorgestellt und an alle Anwesenden verteilt. Zeitgleich entstand eine Begleitausstellung zu den Inhalten der Dokumentation.

 

Diese bietet einen Überblick zu den noch vorhandenen Spuren der Lager in Groß Hesepe und Dalum und des Lagerfriedhofes – Spuren in Form von Dokumenten und Bildmaterial aus Archiven, Sammlungen und Publikationen, Spuren aus der Erinnerung von Zeitzeugen, Spuren nicht zuletzt in baulicher Form, sichtbar an den ehemaligen Lagerstandorten und in überprägter Form auf der Kriegsgräberstätte Dalum.

 

Ziel des Projektes ist es zum einen, über die Geschichte der Lager zu informieren und auch die jüngeren Generationen zu erreichen, zum anderen, an den ehemaligen Lagerstandorten und dem Lagerfriedhof Erinnerungsorte zu entwickeln.

 

Die Broschüre ist jedoch nicht das einzige Ergebnis des Projekts

 

In Podolsk bei Moskau wurden zahlreiche Dokumente aus der Zeit von 1941 – 1945 archiviert und digitalisiert, darunter Personalkarten (z.T. mit Fotos), Sterbefall-Anzeigen, Grablagenlisten, Verlustmeldungen und Krankenblätter von Kriegsgefangenen. Auch für die Kriegsgefangenenlager Groß Hesepe und Dalum und den Lagerfriedhof fanden sich umfangreiche Bestände, die es ermöglichen, „den Menschen ihren Namen, vielleicht sogar ihr Gesicht wiederzugeben“, so Martin Koers.

 

Die Erfassung und Auswertung der genannten Dokumente wird sicherlich noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Ehrenamtliche Helfer, die das Archiv bei dieser Arbeit unterstützen möchten, können sich gerne bei Martin Koers unter der Telefonnummer 05937/69294 oder per E-Mail an archiv@geeste.de melden.

 

Das Land Niedersachsen gewährt Mittel des europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums, Zuwendungen für die Umsetzung von regionalen Entwicklungsstrategien im Rahmen von LEADER. Zweck der Förderung ist die Unterstützung einer ausgewogenen, regionalen Entwicklung durch die Umsetzung regionaler Entwicklungskonzepte im ländlichen Raum, die der Region dabei helfen, den Übergang in eine nachhaltige Zukunft zu gestalten.