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Unser Schlaf wird direkt von der Ernährung und dem Lebensstil beeinflusst

Während die negativen Auswirkungen von Koffein, Alkohol und Tabak auf den Schlaf weitestgehend bekannt sind, sind sich viele nicht bewusst, wie groß der Einfluss der aufgenommen Nahrungsmittel auf den täglichen Schlaf hat. Wer Probleme mit dem Einschlafen hat oder sogar unter Schlafstörungen leidet, kann diese mit der richtigen Ernährung häufig lösen.

 

 

Gesättigte Fettsäuren vermeiden

 

Eine Ernährung, die reich an Fett ist, kann Grund für Schlafstörungen sein. Besonders die gesättigten Fettsäuren führen dazu, dass der Anteil der Tiefschlafphasen geringer ausfällt. Der Tiefschlaf, der auch Slow-Wave-Schlaf genannt wird, übernimmt wichtige Gedächtnisaufgaben. In dieser Phase werden Erinnerungen aus dem Kurzzeit- ins Langzeitgedächtnis überführt. Lebensmittel wie Schweinefleisch und Käse sind besonders reich an gesättigten Fettsäuren und sollten vermieden werden, wenn man nachhaltig seinen Schlaf verbessern möchte.

 

Auf zuckerreiche Nahrung verzichten

 

Im Allgemeinen, aber besonders in den Abendstunden sollte auf Zucker verzichtet werden. Forscher der Columbia University in den USA haben in einer Studie herausgefunden, dass eine zuckerreiche Ernährung vermehrt zu „Weckreaktionen“ führen kann. Diese Reaktionen holen den Körper aus der Tiefschlafphase heraus und sorgen somit dafür, dass man sich nach dem Schlafen weniger erholt fühlt. Dies kann bis zu starken Schlafstörungen mit einem chronischen Erschöpfungszustand führen. Süße Limonaden, Fruchtsäfte, Ketchup und Nussnugatcreme sind nur einige der Lebensmittel, die es für einen besseren Schlaf zu vermeiden gilt.

 

Ballaststoffe und wenig Zucker für ein besseres Schlafverhalten

 

Der Verzicht auf zuckerreiche Lebensmittel und die Erhöhung der Ballaststoffzufuhr können wahre Wunder wirken. Die Umstellung der Ernährung mit Fokus auf Ballaststoffe hilft, schneller einzuschlafen und geringere Zuckeraufnahme verbessert die Fähigkeit durchzuschlafen. Durch die Umstellung der Ernährung können so einfach 1-2 Stunden Schlaf pro Woche hinzugewonnen werden.

Für eine Optimierung der Schlafqualität sollte man sich also ausgewogen ernähren und den Schwerpunkt auf frische unverarbeitete Produkte, wie Früchte, Gemüse und Vollkornprodukte legen. Zudem sollten fettarme Produkte, die reich an Proteinen und B Vitaminen sind, verzehrt werden. Hier sind Fisch, Geflügel, Eier- und Milchprodukte zu empfehlen. Bei den Milchprodukten sollte man allerdings zu den fettarmen Varianten greifen. Besonders die Aufnahme von B Vitaminen sollte von Personen mit Schlafproblemen intensiviert werden, da diese helfen, den Melatonin Spiegel zu regulieren. Das Melatonin ist ein wichtiges Hormon und steuert in erster Linie den Tag-Nacht-Rhythmus eines jeden Menschen.

Natürlich kann man die Überwachung der Lebensmittelzufuhr auf die Spitze treiben und jedes Lebensmittel auf den Einfluss auf das eigene Schlafverhalten kontrollieren. Im Allgemeinen reicht aber schon die Umstellung auf eine bewusstere und ausgewogenere Ernährung, um einige Stunden Schlaf pro Woche hinzuzugewinnen.