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Nachhaltigkeit und Umweltschutz haben längst auch im Bereich der Landwirtschaft Einzug gehalten. Doch welche Voraussetzungen muss ein Betrieb überhaupt erfüllen, um als „nachhaltig“ bezeichnet werden zu können? Besonders dann, wenn damit begonnen wird, über einen entsprechenden Wechsel nachzudenken, entstehen viele Fragen.

Wir haben im Folgenden die wichtigsten Kriterien (und ihre spezifischen Charakteristika) zum Thema „Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft“ zusammengefasst.

Nachhaltiges Düngen

Wer nachhaltig düngen möchte, muss einige Faktoren beachten. Wichtig ist es unter anderem, nicht nur auf der Basis von Stallmist zu düngen, sondern auch Pflanzen einzusetzen, die dabei helfen, eine vergleichsweise große Menge an Stickstoff in die Erde zu transportieren. Besonders beliebt sind in diesem Zusammenhang Erbsen und Bohnen. Durch ein gezieltes Anpflanzen kann somit die Bodenqualität mitunter deutlich verbessert werden. Ergebnis: auch der Ertrag verändert sich zum Positiven. Auf künstlichen Dünger soll jedoch verzichtet werden, da dieser unter anderem auch für einen beachtlichen Anteil am Ausstoß von CO2 verantwortlich ist.

Der Verzicht auf den Einsatz von Pestiziden

Anstatt im Zusammenhang mit der Bekämpfung von Unkraut auf Pestizide zurückzugreifen, wird im Rahmen der nachhaltigen, ökologischen Landwirtschaft ein besonderer Trick angewendet. So hilft es beispielsweise, bestimmte Gemüsearten zwischen Weizen und Co. anzupflanzen, damit Unkraut und Co. keine Chance haben, allzu sehr zu wuchern.

Der Aufbau eines natürlichen Ökosystems

Der Fokus der nachhaltigen Landwirtschaft liegt klar auf deren Natürlichkeit. Unter diesem Gesichtspunkt wäre es natürlich falsch, Wildpflanzen per se den Kampf anzusagen. Stattdessen eignen sich verschiedene Blumen- und Pflanzenarten mitunter hervorragend, nützliche Insekten, wie Bienen und Co. anzulocken.

Der Wechsel zur ökologischen Landwirtschaft

Fest steht jedoch auch, dass der Bereich der nachhaltigen Landwirtschaft außerordentlich vielseitig ist und sich natürlich auch noch auf weitere Bereiche, wie die Tierhaltung und den Einsatz von Gentechnik bezieht. Wer dementsprechend von „konventionell“ auf „ökologisch“ wechseln möchte, muss viele verschiedene Bereiche beachten. Gerade dann, wenn nicht „nur“ mit Obst und Gemüse, sondern auch mit Tieren gearbeitet wird, sind die Auflagen für manche kleinen Betriebe nicht immer problemlos umsetzbar. Dennoch steht auch fest, dass ein Wechsel -auf lange Sicht und auf wirtschaftlicher Basis- durchaus lukrativ sein kann. Die Nachfrage nach umweltfreundlichen Produkten steigt kontinuierlich an und sollte im täglichen Wettbewerb nicht unterschätzt werden.