Foto: Timberfarm

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Heutzutage wollen immer mehr private Anleger ihr Erspartes in ökologisch und moralisch verantwortbare Investments anlegen. Sie wollen weder Rüstungskonzerne noch Kinderarbeit unterstützen. Vielmehr soll gezielt in Projekte investiert werden, die der Bevölkerung von Schwellen- oder Entwicklungsländern Arbeit bieten und dabei auch den Treibhauseffekt nicht weiter pushen.

Das Interesse an den grünen Investments kommt durch die vermehrte Ausrichtung einer nachhaltigen Lebensorientierung zustande. Jener Teil der Bevölkerung, der sich bewusst ernährt und beim Kauf von Produkten zum Beispiel auf das Fairtrade Siegel achtet, kommt dabei als eine von vielen Zielgruppen dafür in Frage.

Wo bloß investieren?

Wenn man die Ausschlusskriterien streng auslegt, streichen sich viele Investments von selbst von der Auswahlliste. Denn irgendwo findet man immer einen Haken. Beispiel: Investitionen in Bäume sind mehr denn je notwendig auf der Welt; bei der Herstellung von synthetischem Kautschuk jedoch greift die Industrie zunächst auf die fossile Ressource Erdöl zurück.

Kautschuk also wieder streichen? Noch nicht, warten Sie.

Mit Naturkautschuk gibt es eine nachhaltige Alternative. Der Naturkautschukanbau ist langfristig möglich, ohne Bäumen zu schaden. Nach einer fünfjährigen Wachstumsphase sind die Bäume das erste Mal erntereif und können dann über Jahre hinweg hochwertigen Kautschuk abgeben.

Wenn die Bäume für die Kautschukproduktion zu alt sind, bieten sie mit ihrem Holz immer noch einen natürlichen und beständigen Werkstoff. Somit ist die Naturkautschukproduktion nachhaltig und umweltschonend, wenn verantwortungsbewusst produziert worden ist.

Ein deutsches Unternehmen bietet ein nachhaltiges Investment

Die in Düsseldorf ansässige Timberfarm GmbH bewirtschaftet momentan 23 Plantagen und zwei Baumschulen in Panama. Die Plantagen liegen in der Provinz Veraguas sowie in Meteti, nahe Kolumbien und damit  vollständig in dem sogenannten Kautschukgürtel. Insgesamt kommen die Plantagen auf eine Fläche von ungefähr 2.000 Hektar.

Ein Großteil der bewirtschafteten Fläche befindet sich auf ehemaligem Regenwaldboden, der bereits vor über 200 Jahren gerodet wurde. Somit musste keine neue Fläche geschaffen werden, und der bereits verfügbare Boden wird mit neuen Pflanzen effektiv genutzt.

Die Setzlinge für die Kautschukbäume werden in den eigenen Baumschulen alleine für den lokalen Anbau produziert. So kann der Eigenbedarf von einer halben Million Setzlingen pro Jahr sichergestellt werden.