Liest aus seinem neuesten Buch „Reichsbürger – Die unterschätzte Gefahr“: Der Rechtsextremismus-Experte Andreas Speit. Foto: Andreas Speit

Liest aus seinem neuesten Buch „Reichsbürger – Die unterschätzte Gefahr“: Der Rechtsextremismus-Experte Andreas Speit. Foto: Andreas Speit

Lesung mit Andreas Speit in der Volkshochschule Papenburg

Papenburg. Der Rechtsextremismus-Experte Andreas Speit liest am Montag, 26. Februar um 19.30 Uhr in der VHS Papenburg aus seinem neuesten Buch ” Reichsbürger – Die unterschätzte Gefahr “.

In Deutschland werden mehr als 12000 Menschen zu den sogenannten Reichsbürgern gerechnet. Für sie ist die Bundesrepublik kein souveränes Staatsgebilde, sondern das Deutsche Reich aus der Zeit vor 1945 besteht fort. Gegenwärtig würden fremde Mächte im Hintergrund die Fäden ziehen. Manche von ihnen gründen auch eigene Reiche, wie etwa der König von Deutschland in Wittenberg, stellen eigene Pässe und Führerscheine aus. Viele erkennen die deutschen Behörden nicht an, verweigern Bußgeldzahlungen und Steuern.

Lange Zeit hielt der deutsche Staat die Angehörigen dieser Szene für Spinner und tat sie als ungefährlich ab – bis im Oktober 2016 ein Polizist in Franken von einem Reichsbürger erschossen wurde.

Andreas Speit beleuchtet zusammen mit zehn Fachleuten in seinem Buch die Ideologie und die Akteure der verschiedenen Reichsbürger-Gruppierungen. Sie analysieren deren Weltbild und beschreiben, wie ihnen angemessen begegnet werden kann. In seiner Lesung werden Motive, Hintergründe und Ziele der neuen Bewegung deutlich und es gibt Raum für Fragen und Diskussion.

Die Lesung findet im Rahmen des VHS Projektes „Vielfalt erleben und mitgestalten in Papenburg“ statt, das vom Bundesministerium des Inneren (BMI) gefördert wird. Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung wird gebeten unter Tel. 04961/9223-17.