Wegen räuberischen Diebstahl und Vergewaltigung in Papenburg vor Gericht. (Foto: William Cho)

Wegen räuberischen Diebstahl und Vergewaltigung in Papenburg vor Gericht. (Foto: William Cho)

Papenburg. Das Amtsgericht Papenburg verhandelt diese Woche in einer öffentlichen Sitzung des Schöffengerichts mit dem Direktor des Amtsgerichts ein räuberischen Diebstahl und Vergewaltigung.

Dem zurzeit 48-jährigen Angeklagten, der im nördlichen Emsland wohnt, wird durch Anklageschrift der Staatsanwaltschaft Osnabrück zur Last gelegt, etwa Mitte des Jahres 2017 in Papenburg eine Vergewaltigung begangen zu haben. Er soll seine frühere Freundin in deren Wohnung nach dem gemeinsamen Genuss nicht unerheblicher Mengen Alkohol mit Gewalt zum Geschlechtsverkehr gezwungen haben. Durch eine Vielzahl von Faustschlägen soll das Opfer nicht unerheblich verletzte worden sein. Nachdem das Opfer den Polizeinotruf getätigt habe, soll der Angeklagte sich mit Gewalt gegenüber den vor Ort eintreffenden Polizeibeamten seiner Festnahme widersetzt haben. Eine am selben Tag beim Angeklagten entnommene Blutprobe soll einen Blutalkoholgehalt von 2,6 g o/oo ergeben haben. Außerdem soll der Angeklagte in geringen Mengen zuvor Betäubungsmittel konsumiert haben.

Durch eine weitere Anklageschrift wird der Angeklagte beschuldigt, ebenfalls im Papenburg Anfang des Jahres 2018 einen räuberischen Diebstahl begangen zu haben. In dieser Anklageschrift wird dem Angeklagten zur Last gelegt, in einem Lebensmittelgeschäft in Papenburg verschiedene Gegenstände unter seine Jacke und in einen mitgeführten Rucksack versteckt zu haben, um sie ohne dafür zu bezahlen mitzunehmen. Im Rahmen einer anschließenden Kontrolle durch eine Kassiererin soll er verschiedene Personen zur Seite gestoßen haben, um so mit dem gestohlenen Waren das Geschäft verlassen zu können.

Zur Hauptverhandlung sind 11 Zeugen geladen, davon 7 Polizeibeamte. Außerdem wurde eine Gerichtsmedizinerin geladen, um die Frage aufzuklären, ob beim Angeklagten eine erheblich verminderte Schuldfähigkeit wegen des zuvor genossenen Alkohols in Betracht kommen kann.